Agopton ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das bei säurebedingten Erkrankungen des Magens und der Speiseröhre eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Lansoprazol und zählt zur Gruppe der sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI). Die folgenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was ist Agopton?
Agopton ist ein Arzneimittel zur Verringerung der Magensäureproduktion. Es wird typischerweise in Form von magensaftresistenten Kapseln in den Wirkstärken 15 mg und 30 mg angeboten. Ärztinnen und Ärzte verordnen Agopton bei Beschwerden, die mit einem Überschuss an Magensäure zusammenhängen.
Zu den möglichen Anwendungsgebieten gehören unter anderem die Refluxösophagitis (Entzündung der Speiseröhre durch zurückfließende Magensäure), Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sowie die Behandlung von Beschwerden im Rahmen einer Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie in Kombination mit Antibiotika.
Ob Agopton für Ihre Beschwerden geeignet ist, sollte stets ärztlich beurteilt werden. Anhaltendes oder wiederkehrendes Sodbrennen kann verschiedene Ursachen haben und gehört abgeklärt.
Wirkstoff & Wirkweise
Der Wirkstoff Lansoprazol blockiert ein Enzymsystem in den Belegzellen der Magenschleimhaut, die sogenannte Protonenpumpe. Diese Pumpe ist für den letzten Schritt der Säurebildung im Magen verantwortlich. Durch die Hemmung wird die Produktion von Magensäure deutlich reduziert.
Die verminderte Säuremenge entlastet die Schleimhaut von Magen und Speiseröhre und kann so zur Abheilung gereizter oder entzündeter Bereiche beitragen. Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern baut sich über die ersten Anwendungstage auf. Die magensaftresistente Hülle sorgt dafür, dass der Wirkstoff erst im Dünndarm freigesetzt und nicht von der Magensäure zerstört wird.
Anwendung & Dosierung
Die Dosierung von Agopton richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung und wird individuell ärztlich festgelegt. Allgemeine Hinweise zur Einnahme:
- Die Kapseln werden in der Regel einmal täglich, vorzugsweise morgens vor einer Mahlzeit, eingenommen.
- Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit.
- Die Kapseln sollten nicht zerkaut oder zerdrückt werden, da sonst die schützende Hülle beschädigt wird.
- Die Behandlungsdauer hängt vom Krankheitsbild ab und sollte nicht eigenmächtig verlängert werden.
Halten Sie sich genau an die verordnete Dosierung und Anwendungsdauer. Setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache ab und nehmen Sie keine eigenmächtige Erhöhung der Dosis vor.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Agopton Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den häufiger beschriebenen unerwünschten Wirkungen zählen:
- Kopfschmerzen und Schwindel
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Blähungen
- Mundtrockenheit
- Hautausschlag oder Juckreiz
- Müdigkeit
Bei langfristiger Anwendung von Protonenpumpenhemmern können in seltenen Fällen weitere Effekte auftreten, etwa Veränderungen bestimmter Laborwerte. Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Eine vollständige Auflistung finden Sie in der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Lansoprazol kann die Aufnahme und Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, da die Säurereduktion die Löslichkeit bestimmter Wirkstoffe verändert. Mögliche Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
- bestimmten Mitteln gegen Pilzinfektionen (z. B. Ketoconazol)
- Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung
- bestimmten HIV-Medikamenten
- weiteren Wirkstoffen, deren Aufnahme vom Magen-pH-Wert abhängt
Agopton darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Lansoprazol oder einen der sonstigen Bestandteile. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, sowie über bestehende Erkrankungen, insbesondere der Leber.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung erfolgen. Besprechen Sie die Einnahme in diesen Fällen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.