Asthma

Daxas – Informationen zu Wirkstoff, Anwendung und Hinweisen

Daxas Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameDaxas
Wirkstoff (INN)Roflumilast
Darreichungsform500 Mikrogramm Filmtabletten (einmal täglich oral)
AnwendungsgebietErhaltungstherapie bei schwerer COPD mit chronischer Bronchitis und häufigen Exazerbationen
KategorieAsthma

Daxas ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das zur Behandlung der schweren chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Roflumilast und gehört zur Gruppe der Phosphodiesterase-4-Inhibitoren (PDE-4-Inhibitoren). Die Anwendung sollte stets unter ärztlicher Aufsicht und nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Was ist Daxas?

Daxas ist ein orales Arzneimittel in Form von Filmtabletten mit einem Wirkstoffgehalt von 500 Mikrogramm Roflumilast. Es ist zugelassen als Erhaltungstherapie bei Erwachsenen mit schwerer COPD, die mit chronischer Bronchitis einhergeht und durch häufige Exazerbationen (akute Verschlechterungen) gekennzeichnet ist. Daxas wird ergänzend zu anderen Bronchodilatatoren eingesetzt und ist kein Notfallmedikament für akute Beschwerden.

ℹ️ Hinweis

Daxas ist ausschließlich für Erwachsene zugelassen und wird nicht zur Behandlung von Asthma bronchiale verwendet, obwohl es zur Kategorie der Atemwegsmedikamente gehört. Die Verschreibung erfolgt durch einen Facharzt.

Wirkstoff & Wirkweise

Der Wirkstoff Roflumilast hemmt selektiv das Enzym Phosphodiesterase-4 (PDE-4), das an Entzündungsprozessen in der Lunge beteiligt ist. Durch diese Hemmung erhöht sich die intrazelluläre Konzentration von zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP), was entzündungshemmende Effekte in den Atemwegen entfaltet. Auf diese Weise kann die Häufigkeit von Exazerbationen bei geeigneten Patientinnen und Patienten reduziert werden.

Roflumilast wirkt nicht bronchodilatatorisch, das heißt, es erweitert die Atemwege nicht unmittelbar. Die Wirkung baut sich über einen längeren Behandlungszeitraum auf, weshalb eine regelmäßige und kontinuierliche Einnahme notwendig ist.

Anwendung & Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt eine Filmtablette (500 Mikrogramm) einmal täglich, unabhängig von den Mahlzeiten. Die Tablette sollte mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt werden. Eine individuelle Dosisanpassung ist im Allgemeinen nicht vorgesehen; abweichende Vorgaben des behandelnden Arztes sind jedoch stets zu befolgen.

  • Einnahme einmal täglich zur gleichen Tageszeit empfohlen
  • Keine Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
  • Bei Leberinsuffizienz ist Daxas kontraindiziert
  • Vergessene Dosen: nicht nachholen, sondern mit der nächsten regulären Einnahme fortfahren
⚠️ Wichtig

Daxas ist kein Mittel zur Akutbehandlung von Atemnot oder Bronchospasmen. Bei akuten Beschwerden ist umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Setzen Sie das Medikament niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Daxas Nebenwirkungen verursachen. Häufige Nebenwirkungen betreffen vor allem den Magen-Darm-Trakt und können insbesondere zu Beginn der Therapie auftreten. Dazu gehören:

  • Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Bauchschmerzen und verminderter Appetit
  • Gewichtsabnahme (kann klinisch relevant sein)
  • Kopfschmerzen und Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen und Stimmungsveränderungen

Bei Auftreten von Depressionen, Suizidgedanken oder anderen psychischen Veränderungen ist sofort ärztlicher Rat einzuholen. Das Körpergewicht sollte während der Therapie regelmäßig kontrolliert werden.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Daxas wird über das Enzymsystem CYP3A4 und CYP1A2 in der Leber metabolisiert. Daher können bestimmte Arzneimittel die Wirkstoffkonzentration im Blut beeinflussen:

  • Enzyminduktoren wie Rifampicin, Carbamazepin oder Phenytoin können die Wirksamkeit von Roflumilast verringern
  • Enzymhemmer wie Erythromycin, Ketoconazol oder Fluvoxamin können die Plasmaspiegel erhöhen
  • Theophyllin sollte nicht gleichzeitig angewendet werden

Gegenanzeigen umfassen unter anderem schwere Lebererkrankungen, bekannte Überempfindlichkeit gegen Roflumilast oder einen der sonstigen Bestandteile sowie eine bestehende schwere immunsupprimierende Erkrankung. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit ist Daxas nicht empfohlen.

ℹ️ Hinweis

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vollständig über alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen rechtzeitig zu erkennen.

❓ Häufig gestellte Fragen

Daxas ist ausschließlich für Erwachsene mit schwerer COPD zugelassen, die an chronischer Bronchitis leiden und häufig Exazerbationen erleben. Es ist nicht zur Behandlung von Asthma bronchiale oder akuten Atemwegserkrankungen geeignet. Die Therapieentscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Roflumilast entfaltet seine entzündungshemmende Wirkung nicht sofort, sondern baut sie über mehrere Wochen kontinuierlicher Einnahme auf. Patientinnen und Patienten sollten die Therapie daher nicht eigenmächtig abbrechen, wenn keine sofortige Verbesserung spürbar ist. Der genaue Therapieerfolg wird vom Arzt beurteilt.
Daxas wird in der Regel als Ergänzung zu Bronchodilatatoren wie lang wirksamen Beta-2-Agonisten oder Anticholinergika eingesetzt. Gleichzeitige Anwendung mit Theophyllin ist jedoch nicht empfohlen. Sprechen Sie Ihren Arzt auf alle Begleitmedikamente an, um Wechselwirkungen auszuschließen.
Falls Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie die Dosis nicht nach. Nehmen Sie stattdessen die nächste Tablette zur gewohnten Zeit ein und setzen Sie die Behandlung wie vorgesehen fort. Nehmen Sie niemals eine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.
Bei Auftreten von Depressionen, Suizidgedanken, starkem ungewolltem Gewichtsverlust oder Zeichen einer allergischen Reaktion wie Hautausschlag und Schwellungen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen. Auch bei akuter Atemnot ist sofort ein Arzt aufzusuchen, da Daxas kein Notfallmedikament ist.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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