Geburtenkontrolle

Femigoa – Informationen zu Wirkstoff, Anwendung und Hinweisen

Femigoa Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameFemigoa
Wirkstoff (INN)Levonorgestrel + Ethinylestradiol
Darreichungsform0,10 mg Levonorgestrel + 0,02 mg Ethinylestradiol pro Tablette
AnwendungsgebietHormonelle Kontrazeption (Verhütung)
KategorieGeburtenkontrolle

Femigoa ist ein orales Kontrazeptivum, das zur hormonellen Verhütung eingesetzt wird. Es enthält eine Kombination aus zwei synthetischen Hormonen und gehört zur Gruppe der sogenannten Mikropillen. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.

Was ist Femigoa?

Femigoa ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum (KOK), das zwei Wirkstoffe enthält: Levonorgestrel, ein Gestagen, und Ethinylestradiol, ein synthetisches Östrogen. Die Tabletten werden in einem 21-Tage-Schema angewendet. Femigoa gehört zur Gruppe der Mikropillen, da die enthaltene Östrogendosis vergleichsweise niedrig ist. Die Verschreibung und Kontrolle obliegt medizinischem Fachpersonal.

Wirkstoff & Wirkweise

Die kontrazeptive Wirkung von Femigoa beruht auf einem Zusammenspiel mehrerer Mechanismen:

  • Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung): Die Hormone unterdrücken die Ausschüttung von Steuerungshormonen der Hirnanhangdrüse, sodass kein Eisprung stattfindet.
  • Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim im Gebärmutterhals wird zähflüssiger, sodass Spermien erschwert in die Gebärmutter gelangen können.
  • Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut wird so verändert, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle unwahrscheinlicher wird.
ℹ️ Hinweis

Femigoa schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI). Zum Schutz vor Infektionen sind zusätzliche Verhütungsmethoden wie Kondome erforderlich.

Anwendung & Dosierung

Femigoa wird üblicherweise nach folgendem Schema eingenommen:

  • Täglich eine Tablette zur selben Uhrzeit, 21 Tage lang
  • Danach folgt eine 7-tägige Einnahmepause, in der in der Regel eine Abbruchblutung auftritt
  • Nach der Pause beginnt die nächste Packung, auch wenn die Blutung noch andauert

Die genaue Einnahme sowie der Beginn der ersten Packung – zum Beispiel am ersten Tag der Menstruation – sollten mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. Bei vergessener Tablette gelten besondere Regelungen, die dem Beipackzettel zu entnehmen sind.

⚠️ Wichtig

Die Einnahme von Femigoa und jede Änderung der Verhütungsmethode sollte ärztlich begleitet werden. Eigenmächtiges Absetzen oder unregelmäßige Einnahme kann die Verhütungssicherheit beeinträchtigen.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Femigoa Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten müssen. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen
  • Spannungsgefühl in der Brust
  • Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Einnahmemonaten
  • Verminderter Sexualtrieb (Libidoverlust)

In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, darunter thromboembolische Ereignisse (z. B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Bei entsprechenden Symptomen wie plötzlichen Schmerzen in der Wade, Brustschmerzen oder Sehstörungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

⚠️ Wichtig

Raucherinnen, insbesondere über 35 Jahren, haben unter der Einnahme von kombinierten oralen Kontrazeptiva ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Dies sollte bei der ärztlichen Beratung besprochen werden.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Femigoa darf nicht angewendet werden bei:

  • Bekannten oder zurückliegenden thromboembolischen Erkrankungen
  • Schwerer Lebererkrankung
  • Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft
  • Hormonabhängigen malignen Erkrankungen (z. B. Brustkrebs)
  • Ungeklärten vaginalen Blutungen

Verschiedene Arzneimittel können die Wirksamkeit von Femigoa beeinflussen, darunter bestimmte Antibiotika, Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin), Antimykotika sowie pflanzliche Präparate wie Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.

ℹ️ Hinweis

Sämtliche Angaben auf dieser Seite ersetzen nicht den Beipackzettel und keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Femigoa mit medizinischem Fachpersonal.

❓ Häufig gestellte Fragen

Femigoa gilt bei korrekter und regelmäßiger Einnahme als sehr zuverlässige Verhütungsmethode. Der Pearl-Index liegt bei sachgemäßer Anwendung unter 1, was auf eine hohe Verhütungssicherheit hinweist. Dennoch kann keine Methode eine 100-prozentige Sicherheit garantieren. Bei Unsicherheiten zur Einnahme sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wird eine Tablette vergessen, sollte sie so bald wie möglich nachgeholt werden, auch wenn das bedeutet, zwei Tabletten am selben Tag einzunehmen. Je nach Zeitpunkt und Dauer der Verzögerung kann die Verhütungssicherheit eingeschränkt sein. Die genauen Anweisungen sind dem Beipackzettel zu entnehmen. Im Zweifelsfall sollte zusätzlich eine Barrieremethode wie ein Kondom verwendet und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ja, die Einnahme von Femigoa kann die Menstruation beeinflussen. Viele Anwenderinnen berichten von schwächeren und regelmäßigeren Blutungen sowie weniger Regelschmerzen. In den ersten Einnahmemonaten können Zwischenblutungen auftreten, die sich häufig von selbst normalisieren. Bleiben unregelmäßige Blutungen bestehen, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
Nach dem Absetzen von Femigoa normalisiert sich der Hormonhaushalt in der Regel innerhalb weniger Wochen. Die Fruchtbarkeit kehrt bei den meisten Frauen rasch zurück, teils bereits im ersten Zyklus nach dem Absetzen. Eine individuelle ärztliche Beratung ist empfehlenswert, wenn eine Schwangerschaft geplant oder ausgeschlossen werden soll.
Die Einnahme kombinierter oraler Kontrazeptiva wie Femigoa wird in der Stillzeit im Allgemeinen nicht empfohlen, da Östrogene die Milchproduktion beeinflussen und in die Muttermilch übergehen können. Für stillende Frauen stehen andere Verhütungsmethoden zur Verfügung. Die Entscheidung über eine geeignete Verhütung nach der Geburt sollte gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt getroffen werden.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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