Femigoa ist ein orales Kontrazeptivum, das zur hormonellen Verhütung eingesetzt wird. Es enthält eine Kombination aus zwei synthetischen Hormonen und gehört zur Gruppe der sogenannten Mikropillen. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.
Was ist Femigoa?
Femigoa ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum (KOK), das zwei Wirkstoffe enthält: Levonorgestrel, ein Gestagen, und Ethinylestradiol, ein synthetisches Östrogen. Die Tabletten werden in einem 21-Tage-Schema angewendet. Femigoa gehört zur Gruppe der Mikropillen, da die enthaltene Östrogendosis vergleichsweise niedrig ist. Die Verschreibung und Kontrolle obliegt medizinischem Fachpersonal.
Wirkstoff & Wirkweise
Die kontrazeptive Wirkung von Femigoa beruht auf einem Zusammenspiel mehrerer Mechanismen:
- Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung): Die Hormone unterdrücken die Ausschüttung von Steuerungshormonen der Hirnanhangdrüse, sodass kein Eisprung stattfindet.
- Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim im Gebärmutterhals wird zähflüssiger, sodass Spermien erschwert in die Gebärmutter gelangen können.
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut wird so verändert, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle unwahrscheinlicher wird.
Femigoa schützt nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI). Zum Schutz vor Infektionen sind zusätzliche Verhütungsmethoden wie Kondome erforderlich.
Anwendung & Dosierung
Femigoa wird üblicherweise nach folgendem Schema eingenommen:
- Täglich eine Tablette zur selben Uhrzeit, 21 Tage lang
- Danach folgt eine 7-tägige Einnahmepause, in der in der Regel eine Abbruchblutung auftritt
- Nach der Pause beginnt die nächste Packung, auch wenn die Blutung noch andauert
Die genaue Einnahme sowie der Beginn der ersten Packung – zum Beispiel am ersten Tag der Menstruation – sollten mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden. Bei vergessener Tablette gelten besondere Regelungen, die dem Beipackzettel zu entnehmen sind.
Die Einnahme von Femigoa und jede Änderung der Verhütungsmethode sollte ärztlich begleitet werden. Eigenmächtiges Absetzen oder unregelmäßige Einnahme kann die Verhütungssicherheit beeinträchtigen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Femigoa Nebenwirkungen haben, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten müssen. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen:
- Kopfschmerzen und Migräne
- Übelkeit, Bauchschmerzen
- Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen
- Spannungsgefühl in der Brust
- Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Einnahmemonaten
- Verminderter Sexualtrieb (Libidoverlust)
In seltenen Fällen können schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, darunter thromboembolische Ereignisse (z. B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Bei entsprechenden Symptomen wie plötzlichen Schmerzen in der Wade, Brustschmerzen oder Sehstörungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Raucherinnen, insbesondere über 35 Jahren, haben unter der Einnahme von kombinierten oralen Kontrazeptiva ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Dies sollte bei der ärztlichen Beratung besprochen werden.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Femigoa darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannten oder zurückliegenden thromboembolischen Erkrankungen
- Schwerer Lebererkrankung
- Bestehender oder vermuteter Schwangerschaft
- Hormonabhängigen malignen Erkrankungen (z. B. Brustkrebs)
- Ungeklärten vaginalen Blutungen
Verschiedene Arzneimittel können die Wirksamkeit von Femigoa beeinflussen, darunter bestimmte Antibiotika, Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin), Antimykotika sowie pflanzliche Präparate wie Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
Sämtliche Angaben auf dieser Seite ersetzen nicht den Beipackzettel und keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Femigoa mit medizinischem Fachpersonal.