Femodene ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das zur Verhütung einer Schwangerschaft eingesetzt wird. Es enthält zwei synthetische Hormone und gehört zur Gruppe der einphasigen Pillen. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.
Was ist Femodene?
Femodene ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Empfängnisverhütung. Es handelt sich um eine sogenannte Kombinationspille, die sowohl ein Gestagen (Gestoden) als auch ein Östrogen (Ethinylestradiol) enthält. Die Tabletten werden täglich über 21 Tage eingenommen, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. Femodene ist ausschließlich für Frauen im gebärfähigen Alter bestimmt und darf nur nach ärztlicher Verschreibung verwendet werden.
Wirkstoff & Wirkweise
Die empfängnisverhütende Wirkung von Femodene beruht auf dem Zusammenspiel zweier Wirkstoffe:
- Gestoden (0,075 mg): Ein synthetisches Gestagen der dritten Generation, das die Ovulation (Eisprung) hemmt und den Gebärmutterschleim verändert, sodass Spermien das Eindringen erschwert wird.
- Ethinylestradiol (0,030 mg): Ein synthetisches Östrogen, das den Menstruationszyklus reguliert und die kontrazeptive Wirkung des Gestagens unterstützt.
Gemeinsam hemmen diese Wirkstoffe zuverlässig den Eisprung, verändern die Beschaffenheit des Gebärmutterhalses und bereiten die Gebärmutterschleimhaut so vor, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle unwahrscheinlich wird.
Anwendung & Dosierung
Femodene wird als einphasige Pille nach einem festen Schema eingenommen. Die übliche Dosierung sieht wie folgt aus:
- Täglich eine Tablette, möglichst zur gleichen Uhrzeit einnehmen.
- Die Einnahme erfolgt 21 Tage lang, danach folgt eine 7-tägige Pause.
- In der Einnahmepause tritt in der Regel eine Abbruchblutung auf.
- Nach der 7-tägigen Pause beginnt ein neuer Einnahmezyklus, auch wenn die Blutung noch andauert.
Die Tabletten sollten stets in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge eingenommen werden. Wird eine Tablette vergessen, sind die Hinweise im Beipackzettel sowie die Empfehlungen der behandelnden Ärztin oder des Arztes zu beachten. Die Verhütungssicherheit kann bei vergessener Einnahme beeinträchtigt sein.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Femodene Nebenwirkungen verursachen. Häufig berichtete unerwünschte Wirkungen sind:
- Übelkeit, Kopfschmerzen oder Brustspannen
- Stimmungsschwankungen oder veränderte Libido
- Zwischenblutungen, insbesondere zu Beginn der Einnahme
- Gewichtsveränderungen
Seltener, aber medizinisch bedeutsam, können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (Blutgerinnsel in den Venen)
- Bluthochdruck
- Leberfunktionsstörungen
Bei plötzlich auftretenden starken Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schmerzen in der Brust, einem Bein oder Kurzatmigkeit sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Symptome können auf seltene, aber schwerwiegende Komplikationen hinweisen.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Femodene kann die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen oder durch diese in seiner Wirkung verändert werden. Besonders relevant sind Wechselwirkungen mit:
- Bestimmten Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin)
- Bestimmten Antibiotika (z. B. Rifampicin)
- Johanniskraut-haltigen Präparaten
- Antiretroviralen Mitteln (z. B. zur HIV-Therapie)
Diese Substanzen können die Wirksamkeit von Femodene herabsetzen und damit das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft erhöhen. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente, einschließlich pflanzlicher Präparate.
Femodene darf nicht angewendet werden bei:
- Bestehender oder früherer venöser Thromboembolie
- Bekannten Herzerkrankungen oder Schlaganfall in der Vorgeschichte
- Schwerer Lebererkrankung
- Hormonabhängigen Tumoren (z. B. Brustkrebs)
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- Ungeklärten Vaginalblutungen
Die Einnahme von Femodene schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten. Für diesen Schutz sind zusätzliche Verhütungsmaßnahmen wie Kondome erforderlich.