Femoston ist ein verschreibungspflichtiges Kombinationspräparat, das im Rahmen einer Hormonersatztherapie (HRT) bei Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt werden kann. Es enthält die beiden weiblichen Hormone Estradiol und Dydrogesteron. Ob eine solche Therapie für Sie infrage kommt, sollte stets individuell ärztlich geprüft werden.
Was ist Femoston?
Femoston gehört zur Gruppe der kombinierten Hormonersatzpräparate. Es wird angewendet, um einen Mangel an körpereigenen Östrogenen auszugleichen, der nach der Menopause auftreten kann. Das Präparat ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich und liegt als Filmtablette vor. Die Auswahl der passenden Darreichung richtet sich nach den individuellen Beschwerden und der ärztlichen Einschätzung.
Eine Hormonersatztherapie ist keine Selbstmedikation. Die Entscheidung über Beginn, Dosierung und Dauer trifft die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt auf Basis einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung.
Wirkstoff & Wirkweise
Femoston enthält zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichen Aufgaben:
- Estradiol ist ein Östrogen, das mit dem natürlichen weiblichen Hormon identisch ist. Es ersetzt das in den Wechseljahren nachlassende körpereigene Östrogen.
- Dydrogesteron ist ein Gestagen. Es wird ergänzend eingesetzt, um die Gebärmutterschleimhaut zu schützen, da eine alleinige Östrogengabe bei Frauen mit Gebärmutter das Risiko für Veränderungen der Schleimhaut erhöhen kann.
Durch das Zusammenspiel beider Hormone sollen typische Östrogenmangel-Beschwerden gemildert werden. Die genaue Wirkweise und Eignung im Einzelfall erläutert Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Anwendung & Dosierung
Femoston wird in der Regel einmal täglich als Filmtablette eingenommen, möglichst etwa zur gleichen Tageszeit. Es gibt sowohl kontinuierlich-kombinierte als auch sequenzielle Einnahmeschemata, abhängig davon, ob noch ein Zyklus besteht oder die letzte Regelblutung bereits länger zurückliegt.
- Halten Sie sich genau an die ärztliche Verordnung und die Angaben in der Packungsbeilage.
- Bei einer vergessenen Tablette holen Sie diese nicht doppelt nach; beachten Sie die Hinweise in der Gebrauchsinformation.
- Die niedrigste wirksame Dosis sollte über den kürzest möglichen Zeitraum angewendet werden.
Eine Hormonersatztherapie sollte regelmäßig ärztlich überprüft werden, üblicherweise mindestens einmal jährlich. Bei ungewöhnlichen Blutungen, Beinschwellungen, Atemnot oder Brustschmerzen suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Femoston Nebenwirkungen verursachen, die nicht bei jeder Anwenderin auftreten. Mögliche unerwünschte Wirkungen sind unter anderem:
- Kopfschmerzen und Migräne
- Spannungsgefühl oder Schmerzen in der Brust
- Übelkeit, Bauchschmerzen oder Blähungen
- Unterleibsschmerzen und Zwischenblutungen
- Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen
Eine Hormonersatztherapie kann zudem mit selteneren, aber ernsteren Risiken verbunden sein, etwa Thrombosen oder einem veränderten Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Diese Aspekte bespricht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt im Rahmen der individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung mit Ihnen.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Femoston darf in bestimmten Situationen nicht angewendet werden. Dazu zählen unter anderem:
- bekannte oder vermutete Brustkrebserkrankung oder andere östrogenabhängige Tumoren
- ungeklärte Blutungen aus der Scheide
- bestehende oder frühere Thrombosen bzw. Embolien
- akute oder zurückliegende schwere Lebererkrankungen
- bekannte Schwangerschaft
Wechselwirkungen sind unter anderem mit bestimmten Medikamenten gegen Epilepsie, mit einigen Antibiotika sowie mit pflanzlichen Präparaten wie Johanniskraut möglich. Diese können die Wirkung der Hormone beeinflussen.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, sowie über bestehende Vorerkrankungen. Nur so lässt sich beurteilen, ob Femoston für Sie geeignet ist.
Die hier zusammengestellten Informationen ersetzen nicht die ärztliche Beratung oder die Angaben der Packungsbeilage. Wenden Sie sich bei Fragen zur Anwendung an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.