Fynzur ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das bei Männern zur Behandlung des erblich bedingten Haarausfalls (androgenetische Alopezie) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Finasterid und soll dem fortschreitenden Haarverlust im Bereich des Oberkopfs und der vorderen Kopfmitte entgegenwirken. Ob eine Behandlung für Sie infrage kommt, sollte stets ärztlich abgeklärt werden.
Was ist Fynzur?
Fynzur gehört zur Gruppe der Arzneimittel gegen Haarausfall und ist ausschließlich für die Anwendung bei erwachsenen Männern vorgesehen. Es liegt in Form von Filmtabletten vor, die in der Regel eine Wirkstoffmenge von 1 mg Finasterid enthalten. Das Präparat ist nicht für Frauen oder Kinder bestimmt.
Fynzur ist verschreibungspflichtig. Die Eignung des Präparates sowie die Diagnose des Haarausfalls sollten immer durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen.
Wirkstoff & Wirkweise
Der enthaltene Wirkstoff Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase Typ II. Dieses Enzym wandelt das Hormon Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) um. DHT gilt als wesentlicher Faktor beim erblich bedingten Haarausfall, da es bei entsprechender genetischer Veranlagung zu einer Verkleinerung der Haarfollikel beiträgt.
Durch die verringerte DHT-Konzentration in der Kopfhaut kann der fortschreitende Haarverlust gebremst werden. Bei einem Teil der Anwender kann zudem ein vermehrtes Haarwachstum beobachtet werden. Die Wirkung setzt nicht sofort ein – in der Regel sind mehrere Monate kontinuierlicher Anwendung erforderlich, bevor sich ein Effekt zeigt.
Anwendung & Dosierung
Die übliche Dosierung beträgt eine Filmtablette mit 1 mg Finasterid einmal täglich. Die genaue Anwendung richtet sich nach den Angaben in der Packungsbeilage und den Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes.
- Die Tablette kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
- Eine möglichst regelmäßige Einnahme zur gleichen Tageszeit wird empfohlen.
- Wird die Behandlung abgebrochen, kann der zuvor erzielte Effekt innerhalb einiger Monate wieder verloren gehen.
Frauen – insbesondere schwangere oder potenziell schwangere Frauen – sollten zerbrochene oder zerstoßene Tabletten nicht berühren, da der Wirkstoff über die Haut aufgenommen werden kann und das ungeborene Kind schädigen könnte.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Fynzur Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen insbesondere Veränderungen im Bereich der Sexualfunktion.
- verminderte Libido (sexuelles Verlangen)
- Erektionsstörungen
- Störungen beim Samenerguss
- Brustspannen oder -vergrößerung
- Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen
In einigen Fällen können sexuelle Funktionsstörungen auch nach Absetzen des Präparates fortbestehen. Treten Nebenwirkungen auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Eine vollständige Übersicht entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Bislang sind keine klinisch bedeutsamen Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln in größerem Umfang bekannt. Dennoch sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente informieren, die Sie einnehmen.
Fynzur darf nicht angewendet werden bei:
- Frauen und Kindern
- einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Finasterid oder einen der sonstigen Bestandteile
Vor Behandlungsbeginn ist es wichtig, andere Ursachen des Haarausfalls auszuschließen. Da Finasterid den PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) beeinflussen kann, sollten Sie behandelnde Ärzte über die Einnahme informieren, etwa bei einer Prostatauntersuchung.
Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt nicht das Gespräch mit medizinischem Fachpersonal. Über Eignung, Anwendung und mögliche Risiken entscheidet stets eine Ärztin oder ein Arzt.