Genitalherpes und Genitalwarzen

Genitalherpes und Genitalwarzen sind zwei verschiedene Arten von sexuell übertragbaren Infektionen (STIs), die durch unterschiedliche Viren verursacht werden. Beide Erkrankungen betreffen den Genitalbereich, haben jedoch unterschiedliche Symptome, Ursachen und Behandlungsansätze.

Genitalherpes

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Ursache:

  • Genitalherpes wird hauptsächlich durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) verursacht, kann aber auch durch HSV-1 (häufiger mit Lippenherpes assoziiert) übertragen werden.

Symptome:

  • Schmerzen, Juckreiz und kleine Bläschen oder Geschwüre im Genitalbereich.
  • Fieber, Kopfschmerzen und geschwollene Lymphknoten können ebenfalls auftreten.
  • Nach der Erstinfektion kann das Virus inaktiv bleiben und später reaktiviert werden, was zu wiederkehrenden Ausbrüchen führt.

Übertragung:

  • Durch direkten Hautkontakt während des Geschlechtsverkehrs oder oralen Sex.
  • Das Virus kann auch übertragen werden, wenn keine sichtbaren Symptome vorhanden sind.

Behandlung:

  • Es gibt keine Heilung für Herpes, aber antivirale Medikamente wie Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir können die Symptome lindern und die Häufigkeit von Ausbrüchen reduzieren.
  • Eine regelmäßige Einnahme dieser Medikamente kann auch das Risiko der Übertragung auf Sexualpartner verringern.

Genitalwarzen

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Ursache:

  • Genitalwarzen werden durch bestimmte Stämme des humanen Papillomavirus (HPV), insbesondere HPV Typ 6 und 11, verursacht.

Symptome:

  • Weiche Wucherungen oder Erhebungen im Genitalbereich oder um den Anus.
  • Die Warzen können einzeln oder in Gruppen auftreten und variieren in Größe und Form.

Übertragung:

  • Durch direkten Hautkontakt während des Geschlechtsverkehrs.
  • HPV kann auch ohne sichtbare Warzen übertragen werden.

Behandlung:

  • Es gibt keine Heilung für HPV, aber die Warzen selbst können behandelt werden.
  • Behandlungsmöglichkeiten umfassen topische Medikamente wie Imiquimod oder Podophyllotoxin sowie physikalische Methoden wie Kryotherapie (Einfrieren), Lasertherapie oder chirurgische Entfernung.

Prävention:

  • Der HPV-Impfstoff kann vor den häufigsten krebserregenden HPV-Typen sowie den Typen schützen, die Genitalwarzen verursachen.

Prävention für beide Infektionen:

  • Verwendung von Kondomen kann das Risiko einer Übertragung verringern, bietet jedoch keinen vollständigen Schutz.
  • Offene Kommunikation mit Sexualpartnern über STIs ist wichtig.
  • Regelmäßige STI-Screenings helfen bei der frühzeitigen Erkennung und Behandlung.

Es ist wichtig, bei Verdacht auf eine dieser Infektionen einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlung zu erhalten.