Kleodina ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das zur Verhütung einer Schwangerschaft eingesetzt wird. Es enthält zwei Wirkstoffe – Ethinylestradiol und Dienogest – und gehört zur Gruppe der Einphasenpillen. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen, da individuelle Gesundheitsaspekte berücksichtigt werden müssen.
Was ist Kleodina?
Kleodina ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur hormonellen Empfängnisverhütung. Es handelt sich um eine sogenannte Kombinationspille, die täglich eingenommen wird. Das Präparat gehört zu den am häufigsten angewendeten Methoden der hormonellen Verhütung und ist für Frauen im gebärfähigen Alter bestimmt. Da es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, ist ein ärztliches Gespräch vor der Einnahme unbedingt erforderlich.
Wirkstoff & Wirkweise
Kleodina enthält die Kombination aus:
- Ethinylestradiol (0,03 mg): Ein synthetisches Östrogen, das den Eisprung hemmt und die Gebärmutterschleimhaut beeinflusst.
- Dienogest (2 mg): Ein synthetisches Gestagen, das die Ovulation zusätzlich unterdrückt, den Zervixschleim verdickt und die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschwert.
Das Zusammenspiel beider Hormone sorgt für einen mehrfachen kontrazeptiven Effekt: Die Ovulation wird gehemmt, der Zervixschleim wird für Spermien schwerer passierbar, und die Gebärmutterschleimhaut wird in einen für eine Einnistung ungünstigen Zustand versetzt.
Kleodina schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Für diesen Schutz ist zusätzlich die Verwendung eines Kondoms erforderlich.
Anwendung & Dosierung
Die Einnahme von Kleodina erfolgt nach einem festgelegten Schema, das unbedingt eingehalten werden sollte, um eine zuverlässige Wirkung zu gewährleisten:
- Eine Tablette täglich, möglichst zur gleichen Uhrzeit.
- Die Einnahme beginnt am ersten Tag der Menstruation oder nach Anweisung der Ärztin bzw. des Arztes.
- Nach 21 Einnahmetagen folgt eine 7-tägige Pause, in der üblicherweise eine Entzugsblutung auftritt.
- Danach beginnt die Einnahme des nächsten Blisters.
Bei vergessener Einnahme gelten besondere Regeln, die im Beipackzettel ausführlich beschrieben sind. Im Zweifel sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Eine vergessene Tablette kann die Verhütungssicherheit beeinträchtigen. Bei Erbrechen oder Durchfall innerhalb von 3–4 Stunden nach der Einnahme kann die Aufnahme des Wirkstoffs vermindert sein – in diesem Fall sollten zusätzliche Verhütungsmaßnahmen ergriffen werden.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Kleodina Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Person ist gleichermaßen betroffen. Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen:
- Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Zwischenblutungen.
- Gelegentlich: Gewichtsveränderungen, verminderter Sexualtrieb, Kontaktlinsenunverträglichkeit.
- Selten, aber ernst: Erhöhtes Risiko für Thrombosen (Blutgerinnsel), insbesondere bei bestehenden Risikofaktoren.
Bei anhaltenden oder ungewöhnlichen Beschwerden sollte umgehend ärztlicher Rat gesucht werden.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Kleodina sollte nicht angewendet werden bei:
- Bekannter oder vermuteter Schwangerschaft.
- Bestehenden oder früheren Thrombosen oder Thromboembolien.
- Schweren Lebererkrankungen.
- Hormonabhängigen Tumoren (z. B. bestimmte Brustkrebsformen).
- Ungeklärten Vaginalblutungen.
Wechselwirkungen sind möglich mit:
- Bestimmten Antibiotika und Antiepileptika, die den Stoffwechsel der Pille beschleunigen können.
- Johanniskraut-Präparaten (Wirkungsabschwächung möglich).
- HIV-Medikamenten und anderen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.