Geburtenkontrolle

Lamuna: Wirkstoff, Anwendung und Nebenwirkungen

Lamuna Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameLamuna
Wirkstoff (INN)Desogestrel, Ethinylestradiol
DarreichungsformLamuna 20: 0,02 mg Ethinylestradiol + 0,15 mg Desogestrel; Lamuna 30: 0,03 mg Ethinylestradiol + 0,15 mg Desogestrel
AnwendungsgebietHormonelle Empfängnisverhütung (Kontrazeption)
KategorieGeburtenkontrolle

Lamuna ist ein hormonelles Arzneimittel zur Empfängnisverhütung, das umgangssprachlich als „Antibabypille“ bezeichnet wird. Die folgenden Informationen dienen als allgemeiner Überblick und ersetzen nicht das ärztliche Beratungsgespräch. Ob und in welcher Form Lamuna für Sie geeignet ist, sollte stets ärztlich abgeklärt werden.

Was ist Lamuna?

Lamuna ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, also eine Mikropille, die zwei Hormone enthält. Es ist in unterschiedlichen Dosierungen erhältlich, üblicherweise als Lamuna 20 und Lamuna 30, die sich im Gehalt des Östrogenanteils unterscheiden. Die Präparate werden zur planmäßigen Schwangerschaftsverhütung eingesetzt und nur auf ärztliche Verordnung abgegeben.

ℹ️ Hinweis

Hormonelle Verhütungsmittel schützen nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV. Ein zusätzlicher Schutz, etwa durch Kondome, kann sinnvoll sein.

Wirkstoff & Wirkweise

Lamuna kombiniert das Gestagen Desogestrel mit dem Östrogen Ethinylestradiol. Diese Hormonkombination wirkt auf mehreren Ebenen:

  • Sie unterdrückt den monatlichen Eisprung (Ovulation).
  • Sie verändert die Beschaffenheit des Gebärmutterhalsschleims, sodass Spermien schwerer aufsteigen können.
  • Sie beeinflusst den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Durch dieses Zusammenwirken wird eine zuverlässige empfängnisverhütende Wirkung erzielt, sofern die Einnahme regelmäßig und korrekt erfolgt.

Anwendung & Dosierung

Lamuna wird in der Regel über 21 Tage täglich zu möglichst derselben Uhrzeit eingenommen, gefolgt von einer 7-tägigen einnahmefreien Pause, in der meist eine Abbruchblutung auftritt. Die genaue Anwendung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und den Angaben in der Packungsbeilage.

  • Die erste Tablette wird üblicherweise am ersten Tag der Monatsblutung eingenommen.
  • Eine möglichst gleichbleibende Einnahmezeit erhöht die Zuverlässigkeit.
  • Bei vergessener Einnahme können je nach Zeitspanne zusätzliche Verhütungsmaßnahmen erforderlich sein.
⚠️ Wichtig

Wird eine Tablette mehr als 12 Stunden zu spät eingenommen, kann der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein. Beachten Sie die Hinweise in der Packungsbeilage und halten Sie bei Unsicherheit ärztliche Rücksprache.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Lamuna Nebenwirkungen verursachen, die nicht bei jeder Anwenderin auftreten. Häufiger beschrieben werden:

  • Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit und Spannungsgefühl in der Brust
  • Zwischenblutungen oder Schmierblutungen, besonders in den ersten Monaten
  • Veränderungen des Körpergewichts oder der Libido

Ein selteneres, aber ernstzunehmendes Risiko kombinierter Pillen ist die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen). Anzeichen wie plötzliche Beinschwellung, Atemnot, Brustschmerzen oder starke Kopfschmerzen sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden.

⚠️ Wichtig

Das Thromboserisiko ist unter anderem bei Raucherinnen, Übergewicht und bestimmten Vorerkrankungen erhöht. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle relevanten Risikofaktoren.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Die Wirksamkeit von Lamuna kann durch andere Arzneimittel beeinträchtigt werden. Dazu zählen unter anderem bestimmte Antibiotika, Antiepileptika, Mittel gegen HIV sowie Präparate mit Johanniskraut. Umgekehrt kann Lamuna die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen.

Lamuna darf in bestimmten Situationen nicht angewendet werden, etwa bei bestehenden oder früheren Thrombosen, bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schweren Lebererkrankungen oder bekannten hormonabhängigen Tumoren. Auch eine bestehende oder vermutete Schwangerschaft ist eine Gegenanzeige.

ℹ️ Hinweis

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle weiteren Medikamente und Vorerkrankungen, damit die Eignung von Lamuna individuell beurteilt werden kann.

Diese Übersicht ersetzt nicht die Packungsbeilage oder die individuelle ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Anwendung, zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

❓ Häufig gestellte Fragen

Lamuna ist eine kombinierte Antibabypille mit den Hormonen Desogestrel und Ethinylestradiol. Sie wird zur hormonellen Empfängnisverhütung eingesetzt. Die Anwendung sollte stets ärztlich abgeklärt werden.
Üblicherweise wird Lamuna über 21 Tage täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen, gefolgt von einer 7-tägigen Pause. Die genaue Einnahme richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und der Packungsbeilage.
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen und Zwischenblutungen. Ein selteneres, aber ernstes Risiko sind Blutgerinnsel. Bei Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Nein, Lamuna schützt ausschließlich vor einer Schwangerschaft, nicht vor Infektionen wie HIV. Für einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten kann ein zusätzliches Barrieremittel wie ein Kondom sinnvoll sein.
Wird eine Tablette mehr als 12 Stunden zu spät eingenommen, kann der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein. Beachten Sie die Hinweise in der Packungsbeilage und halten Sie im Zweifel ärztliche Rücksprache.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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