Allergie

Levocetirizin: Wirkstoff gegen Allergiesymptome im Überblick

Levocetirizin Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameLevocetirizin
Wirkstoff (INN)Levocetirizin
Darreichungsform5 mg (Tabletten) bzw. 5 mg/ml (Tropfen)
AnwendungsgebietAllergische Rhinitis (Heuschnupfen) und chronische Nesselsucht (Urtikaria)
KategorieAllergie

Levocetirizin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antihistaminika der zweiten Generation, der zur Linderung von Symptomen verschiedener allergischer Erkrankungen eingesetzt wird. Die folgenden Informationen geben einen sachlichen Überblick und ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder dem Fachpersonal in der Apotheke.

Was ist Levocetirizin?

Levocetirizin ist das sogenannte aktive Enantiomer (R-Form) des bekannten Wirkstoffs Cetirizin. Es zählt zu den modernen, weniger sedierenden Antihistaminika und wird häufig bei allergischem Schnupfen sowie bei Hauterscheinungen im Rahmen von Allergien verwendet. Der Wirkstoff ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich, beispielsweise als Filmtabletten oder als Tropfen zum Einnehmen.

ℹ️ Hinweis

Levocetirizin behandelt die Symptome einer Allergie, beseitigt jedoch nicht deren Ursache. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten die Auslöser ärztlich abgeklärt werden.

Wirkstoff & Wirkweise

Bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper den Botenstoff Histamin aus. Dieser bindet an bestimmte Rezeptoren (H1-Rezeptoren) und löst typische Beschwerden wie Juckreiz, Niesen, laufende Nase oder tränende Augen aus. Levocetirizin blockiert diese H1-Rezeptoren und kann dadurch die Wirkung des Histamins abschwächen.

Da Levocetirizin die Blut-Hirn-Schranke in geringerem Maße überwindet als ältere Antihistaminika, macht es bei vielen Anwenderinnen und Anwendern weniger müde. Eine gewisse Schläfrigkeit kann dennoch auftreten.

Anwendung & Dosierung

Die übliche Dosierung sowie die geeignete Darreichungsform legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Die folgenden Angaben dienen lediglich der allgemeinen Orientierung:

  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: in der Regel einmal täglich 5 mg.
  • Kinder: Dosierung und Eignung sind altersabhängig und sollten ärztlich bestimmt werden; häufig kommen Tropfen zum Einsatz.
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen. Tabletten werden in der Regel mit etwas Flüssigkeit geschluckt. Halten Sie sich an die Vorgaben aus der Packungsbeilage und an die ärztliche Empfehlung und überschreiten Sie die empfohlene Dosis nicht.

⚠️ Wichtig

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestehenden Vorerkrankungen sollte die Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen ist besondere Vorsicht geboten.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Levocetirizin Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche unerwünschte Wirkungen sind unter anderem:

  • Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Mundtrockenheit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • seltener: Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen

Treten ungewöhnliche oder schwere Beschwerden auf, sollten Sie die Anwendung beenden und ärztlichen Rat einholen. Eine vollständige Auflistung finden Sie in der Packungsbeilage.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Levocetirizin sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen verwandte Substanzen (wie Cetirizin oder Hydroxyzin) oder gegen einen der sonstigen Bestandteile. Auch bei schwerer Nierenfunktionsstörung kann die Anwendung eingeschränkt oder kontraindiziert sein.

Mögliche Wechselwirkungen sollten beachtet werden:

  • Alkohol und andere zentral dämpfende Mittel können die müde machende Wirkung verstärken.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Arzneimittel sollten Sie dies ärztlich oder in der Apotheke abklären.

Da Levocetirizin in seltenen Fällen das Reaktionsvermögen beeinflussen kann, ist beim Autofahren und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten, bis Sie Ihre individuelle Verträglichkeit kennen.

ℹ️ Hinweis

Dieser Text dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Klären Sie die Anwendung von Levocetirizin stets mit medizinischem Fachpersonal ab.

❓ Häufig gestellte Fragen

Levocetirizin wird zur Linderung von Symptomen allergischer Erkrankungen eingesetzt, etwa bei Heuschnupfen oder chronischer Nesselsucht. Es kann Beschwerden wie Niesen, Juckreiz und tränende Augen abschwächen. Die Anwendung sollte ärztlich abgeklärt werden.
Levocetirizin gehört zu den weniger sedierenden Antihistaminika und macht in der Regel weniger müde als ältere Wirkstoffe. Dennoch kann bei einigen Menschen Schläfrigkeit auftreten. Bis Sie Ihre Verträglichkeit kennen, sollten Sie beim Autofahren vorsichtig sein.
Üblich ist bei Erwachsenen die Einnahme von einmal täglich 5 mg, unabhängig von den Mahlzeiten. Bei Kindern und bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Dosierung abweichen. Die genaue Dosis legt die behandelnde Ärztin oder der Arzt fest.
Alkohol und andere dämpfende Mittel können die müde machende Wirkung von Levocetirizin verstärken. Daher wird empfohlen, während der Anwendung auf Alkohol möglichst zu verzichten. Klären Sie mögliche Wechselwirkungen ärztlich ab.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Levocetirizin nur nach ausdrücklicher ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann Nutzen und Risiken im Einzelfall abwägen. Nehmen Sie das Mittel in dieser Zeit nicht ohne Beratung ein.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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