Geburtenkontrolle

Mayra – Informationen zu Wirkstoff, Anwendung und Hinweisen

Mayra Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameMayra
Wirkstoff (INN)Ethinylestradiol / Drospirenon
Darreichungsform0,02 mg Ethinylestradiol / 3 mg Drospirenon (täglich, 24+4-Schema)
AnwendungsgebietOrale Kontrazeption (Verhütung von Schwangerschaften)
KategorieGeburtenkontrolle

Mayra ist ein hormonales Verhütungsmittel (Kombinationspille) zur oralen Anwendung. Es enthält die Wirkstoffe Ethinylestradiol und Drospirenon und wird zur Verhütung von Schwangerschaften eingesetzt. Wie bei allen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sollte die Anwendung stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.

Was ist Mayra?

Mayra ist eine niedrig dosierte Kombinationspille, die zu den oralen Kontrazeptiva gehört. Sie enthält zwei synthetische Hormone – ein Östrogen (Ethinylestradiol) und ein Gestagen (Drospirenon) – und wird täglich eingenommen. Mayra folgt einem sogenannten 24+4-Schema: 24 wirkstoffhaltige Tabletten und 4 Placebotabletten pro Blisterpackung. Die Einnahme erfolgt ohne Einnahmepause.

ℹ️ Hinweis

Mayra ist verschreibungspflichtig. Eine Ärztin oder ein Arzt muss die Eignung für Sie individuell prüfen, bevor Sie mit der Einnahme beginnen.

Wirkstoff & Wirkweise

Mayra kombiniert zwei Wirkstoffe:

  • Ethinylestradiol (0,02 mg): Ein synthetisches Östrogen, das den Eisprung (Ovulation) hemmt.
  • Drospirenon (3 mg): Ein synthetisches Gestagen, das den Zervixschleim verdickt und die Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle schlechter einnisten kann.

Durch das Zusammenwirken dieser drei Mechanismen – Ovulationshemmung, Veränderung des Zervixschleims und Transformation der Gebärmutterschleimhaut – entfaltet Mayra seine kontrazeptive Wirkung. Drospirenon besitzt zudem eine antiandrogene und antimineralkortikoide Eigenschaft.

Anwendung & Dosierung

Die Tabletten werden täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen, beginnend mit der wirkstoffhaltigen Tablette an Tag 1 des Zyklus. Das 24+4-Schema bedeutet, dass nach 24 aktiven Tabletten 4 Placebotabletten folgen, während derer die Abbruchblutung einsetzen kann. Nach Abschluss des Blisters beginnt sofort der nächste Blister – ohne Einnahmepause.

  • Täglich eine Tablette zur gleichen Tageszeit einnehmen.
  • Die Tabletten werden in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge eingenommen.
  • Bei Vergessen einer Tablette gelten besondere Regeln – bitte lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig.
⚠️ Wichtig

Wird eine Tablette mehr als 12 Stunden zu spät eingenommen, kann der Verhütungsschutz vermindert sein. Lesen Sie in diesem Fall die Packungsbeilage und sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Mayra Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Anwenderin ist davon betroffen. Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen:

  • Übelkeit, Kopfschmerzen oder Brustspannen
  • Stimmungsschwankungen oder veränderte Libido
  • Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Einnahmemonaten
  • Gewichtsveränderungen

Seltener, aber schwerwiegender sind thromboembolische Ereignisse (z. B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Bei Anzeichen wie starken Beinschmerzen, Atemnot oder plötzlichen Sehstörungen ist sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen.

⚠️ Wichtig

Kombinationspillen wie Mayra erhöhen das Risiko für venöse Thromboembolien. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung haben.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Mayra darf nicht angewendet werden bei:

  • Bekannten oder früheren thromboembolischen Erkrankungen
  • Schwerer Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz
  • Hormonabhängigen Tumoren (z. B. Brustkrebs)
  • Ungeklärten Vaginalblutungen
  • Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft

Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Mayra beeinflussen. Dazu zählen unter anderem:

  • Enzyminduzierende Arzneimittel wie bestimmte Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin) oder Rifampicin
  • Bestimmte HIV-Medikamente (Proteaseinhibitoren, nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren)
  • Johanniskrautpräparate
ℹ️ Hinweis

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie Ihre Apotheke stets über alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

❓ Häufig gestellte Fragen

Bei korrekter und regelmäßiger Einnahme gilt Mayra als sehr zuverlässiges Verhütungsmittel mit einem Pearl-Index von unter 1. Das bedeutet, dass bei 100 Frauen, die Mayra ein Jahr lang korrekt anwenden, weniger als eine Schwangerschaft zu erwarten ist. Fehleinnahmen oder Wechselwirkungen können die Wirksamkeit jedoch vermindern.
Wenn Sie eine wirkstoffhaltige Tablette vergessen haben, nehmen Sie diese so bald wie möglich nach, sobald Sie es bemerken, auch wenn das bedeutet, zwei Tabletten an einem Tag einzunehmen. Wurde die Tablette mehr als 12 Stunden zu spät eingenommen, kann der Verhütungsschutz beeinträchtigt sein. Lesen Sie die genauen Anweisungen in der Packungsbeilage und sprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nein, Mayra schützt ausschließlich vor einer ungewollten Schwangerschaft, nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie HIV, Chlamydien oder Herpes. Zum Schutz vor STI ist zusätzlich die Verwendung von Kondomen notwendig.
Durch das 24+4-Schema ist eine gezielte Verschiebung der Abbruchblutung nur eingeschränkt möglich. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie die Blutung aus einem bestimmten Anlass verschieben möchten. Eine eigenmächtige Veränderung des Einnahmeschemas wird nicht empfohlen.
Wenn Sie Mayra am ersten Tag Ihrer Menstruationsblutung beginnen, besteht der Verhütungsschutz sofort. Bei einem späteren Einnahmebeginn innerhalb des Zyklus ist für die ersten sieben Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode (z. B. Kondom) erforderlich. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie zum optimalen Einnahmezeitpunkt.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

Ähnliche Artikel: Geburtenkontrolle

⚕️ Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keinen Arztbesuch.