Mayra ist ein hormonales Verhütungsmittel (Kombinationspille) zur oralen Anwendung. Es enthält die Wirkstoffe Ethinylestradiol und Drospirenon und wird zur Verhütung von Schwangerschaften eingesetzt. Wie bei allen verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sollte die Anwendung stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen.
Was ist Mayra?
Mayra ist eine niedrig dosierte Kombinationspille, die zu den oralen Kontrazeptiva gehört. Sie enthält zwei synthetische Hormone – ein Östrogen (Ethinylestradiol) und ein Gestagen (Drospirenon) – und wird täglich eingenommen. Mayra folgt einem sogenannten 24+4-Schema: 24 wirkstoffhaltige Tabletten und 4 Placebotabletten pro Blisterpackung. Die Einnahme erfolgt ohne Einnahmepause.
Mayra ist verschreibungspflichtig. Eine Ärztin oder ein Arzt muss die Eignung für Sie individuell prüfen, bevor Sie mit der Einnahme beginnen.
Wirkstoff & Wirkweise
Mayra kombiniert zwei Wirkstoffe:
- Ethinylestradiol (0,02 mg): Ein synthetisches Östrogen, das den Eisprung (Ovulation) hemmt.
- Drospirenon (3 mg): Ein synthetisches Gestagen, das den Zervixschleim verdickt und die Gebärmutterschleimhaut so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle schlechter einnisten kann.
Durch das Zusammenwirken dieser drei Mechanismen – Ovulationshemmung, Veränderung des Zervixschleims und Transformation der Gebärmutterschleimhaut – entfaltet Mayra seine kontrazeptive Wirkung. Drospirenon besitzt zudem eine antiandrogene und antimineralkortikoide Eigenschaft.
Anwendung & Dosierung
Die Tabletten werden täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen, beginnend mit der wirkstoffhaltigen Tablette an Tag 1 des Zyklus. Das 24+4-Schema bedeutet, dass nach 24 aktiven Tabletten 4 Placebotabletten folgen, während derer die Abbruchblutung einsetzen kann. Nach Abschluss des Blisters beginnt sofort der nächste Blister – ohne Einnahmepause.
- Täglich eine Tablette zur gleichen Tageszeit einnehmen.
- Die Tabletten werden in der auf der Packung angegebenen Reihenfolge eingenommen.
- Bei Vergessen einer Tablette gelten besondere Regeln – bitte lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig.
Wird eine Tablette mehr als 12 Stunden zu spät eingenommen, kann der Verhütungsschutz vermindert sein. Lesen Sie in diesem Fall die Packungsbeilage und sprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Mayra Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Anwenderin ist davon betroffen. Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen:
- Übelkeit, Kopfschmerzen oder Brustspannen
- Stimmungsschwankungen oder veränderte Libido
- Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Einnahmemonaten
- Gewichtsveränderungen
Seltener, aber schwerwiegender sind thromboembolische Ereignisse (z. B. Beinvenenthrombose, Lungenembolie). Bei Anzeichen wie starken Beinschmerzen, Atemnot oder plötzlichen Sehstörungen ist sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen.
Kombinationspillen wie Mayra erhöhen das Risiko für venöse Thromboembolien. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung haben.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Mayra darf nicht angewendet werden bei:
- Bekannten oder früheren thromboembolischen Erkrankungen
- Schwerer Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz
- Hormonabhängigen Tumoren (z. B. Brustkrebs)
- Ungeklärten Vaginalblutungen
- Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft
Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Mayra beeinflussen. Dazu zählen unter anderem:
- Enzyminduzierende Arzneimittel wie bestimmte Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin) oder Rifampicin
- Bestimmte HIV-Medikamente (Proteaseinhibitoren, nicht-nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren)
- Johanniskrautpräparate
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt sowie Ihre Apotheke stets über alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate, die Sie einnehmen, um Wechselwirkungen zu vermeiden.