Miranova ist ein hormonales Kombinationspräparat, das zur oralen Empfängnisverhütung eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der sogenannten Mikropillen und enthält zwei synthetische Hormone in niedriger Dosierung. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen, die oder der die individuelle Eignung beurteilen kann.
Was ist Miranova?
Miranova ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK). Es enthält die beiden Wirkstoffe Levonorgestrel und Ethinylestradiol in einer niedrigen Dosierung. Das Präparat wird als monophasische Pille eingestuft, da jede Tablette dieselbe Wirkstoffmenge enthält. Es ist in Deutschland zugelassen und wird ausschließlich auf ärztliche Verschreibung abgegeben.
Wirkstoff & Wirkweise
Miranova enthält zwei Wirkstoffe, die zusammenwirken, um eine Schwangerschaft zu verhindern:
- Levonorgestrel (0,10 mg): Ein synthetisches Gestagen (Gelbkörperhormon), das den Eisprung hemmt und den Gebärmutterschleim verändert.
- Ethinylestradiol (0,02 mg): Ein synthetisches Östrogen, das den Zyklus stabilisiert und ergänzend zur Ovulationshemmung beiträgt.
Das Zusammenspiel beider Hormone führt zu drei wesentlichen Effekten: der Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung), einer Veränderung des Zervixschleims, der für Spermien schwerer durchdringbar wird, sowie einer Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, die eine Einnistung erschwert.
Die Wirksamkeit hormonaler Verhütungsmittel hängt von der regelmäßigen und korrekten Einnahme ab. Bereits das Vergessen einer Tablette kann die Verhütungssicherheit beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie Fragen zur richtigen Einnahme haben.
Anwendung & Dosierung
Miranova wird in der Regel nach folgendem Schema eingenommen:
- Täglich eine Tablette zur selben Tageszeit, möglichst mit etwas Flüssigkeit.
- Die Einnahme erfolgt 21 Tage lang, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause, in der eine Entzugsblutung auftreten kann.
- Danach beginnt eine neue Packung, unabhängig davon, ob die Blutung noch andauert.
Die genauen Anweisungen zur ersten Einnahme, zur Vorgehensweise nach vergessenen Tabletten sowie bei Erbrechen oder Durchfall sind dem Beipackzettel zu entnehmen und sollten vorab ärztlich besprochen werden.
Miranova schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen getroffen werden. Raucherinnen, insbesondere über 35 Jahren, tragen bei Einnahme hormonaler Kontrazeptiva ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Miranova Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jeder Anwenderin auftreten müssen. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen:
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Übelkeit, besonders zu Beginn der Einnahme
- Brustspannungen oder Brustschmerzen
- Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmungen
- Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Anwendungsmonaten
Seltener, aber medizinisch bedeutsam, ist das Risiko thromboembolischer Ereignisse (z. B. Beinvenenthrombose oder Lungenembolie). Bei Auftreten von Symptomen wie starken Beinschmerzen, Atemnot oder plötzlichen Sehstörungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Miranova kann mit einer Reihe anderer Arzneimittel wechselwirken. Bestimmte Medikamente können die Wirksamkeit der Pille herabsetzen, darunter:
- Einige Antibiotika (z. B. Rifampicin)
- Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin)
- Pflanzliche Präparate wie Johanniskraut
Miranova darf nicht angewendet werden bei:
- Bestehender oder früherer Venenthrombose oder Lungenembolie
- Bekannten Störungen der Blutgerinnung
- Schweren Lebererkrankungen
- Hormonabhängigen Tumoren
- Ungeklärten Vaginalblutungen
- Schwangerschaft oder Stillzeit
Diese Auflistung ist nicht vollständig. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung durch eine Ärztin oder einen Arzt ist vor der Anwendung von Miranova unbedingt erforderlich. Informieren Sie Ihre medizinische Fachkraft stets über alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Vorerkrankungen.