Geburtenkontrolle

Monostep – Informationen zum oralen Kontrazeptivum

Monostep Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameMonostep
Wirkstoff (INN)Levonorgestrel / Ethinylestradiol
Darreichungsform0,15 mg Levonorgestrel / 0,03 mg Ethinylestradiol (täglich, 1 Tablette)
AnwendungsgebietOrale Kontrazeption (Verhütung)
KategorieGeburtenkontrolle

Monostep ist ein kombiniertes orales Kontrazeptivum, das zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft eingesetzt wird. Es enthält die beiden Wirkstoffe Levonorgestrel und Ethinylestradiol in einer festen Dosierung und gehört damit zur Gruppe der sogenannten monophasischen Pillen. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.

Was ist Monostep?

Monostep ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der kombinierten oralen Kontrazeptiva. Es enthält pro Tablette 0,15 mg Levonorgestrel (ein synthetisches Gestagen) sowie 0,03 mg Ethinylestradiol (ein synthetisches Östrogen). Die Packung umfasst 21 Dragees, die nach einem bestimmten Schema einzunehmen sind. Monostep wird ausschließlich auf ärztliche Verschreibung abgegeben.

Wirkstoff & Wirkweise

Die Wirkung von Monostep beruht auf dem Zusammenspiel der beiden Hormone Levonorgestrel und Ethinylestradiol. Diese entfalten im weiblichen Körper mehrere kontrazeptive Effekte:

  • Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung): Die hormonelle Rückkopplungsachse wird so beeinflusst, dass der Eisprung in der Regel ausbleibt.
  • Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim am Gebärmutterhals wird eingedickt, was das Eindringen von Spermien erschwert.
  • Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut verändert sich so, dass eine Einnistung einer befruchteten Eizelle unwahrscheinlicher wird.

Das Zusammenwirken dieser Mechanismen macht Monostep bei korrekter Anwendung zu einer zuverlässigen Verhütungsmethode.

Anwendung & Dosierung

Monostep wird üblicherweise nach dem 21/7-Schema angewendet: 21 Tage lang wird täglich eine Tablette zur gleichen Uhrzeit eingenommen, gefolgt von einer 7-tägigen Einnahmepause. In dieser Pause tritt in der Regel eine Abbruchblutung auf. Nach der Pause beginnt ein neuer Einnahmezyklus.

ℹ️ Hinweis

Die genaue Einnahmezeit sollte möglichst konstant eingehalten werden, um die Zuverlässigkeit der Verhütung zu gewährleisten. Bei vergessener Einnahme gelten spezifische Regeln – bitte beachten Sie die Packungsbeilage oder sprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.

Der erstmalige Beginn der Einnahme sowie Besonderheiten – beispielsweise nach einer Geburt oder einem Schwangerschaftsabbruch – sind unbedingt ärztlich abzuklären.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Monostep Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten müssen. Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Übelkeit, Bauchschmerzen
  • Brustspannen oder -schmerzen
  • Stimmungsschwankungen, veränderte Libido
  • Zwischenblutungen, insbesondere in den ersten Einnahmemonaten

Zu den seltenen, aber ernsteren Risiken gehört eine erhöhte Neigung zu Thrombosen (Blutgerinnseln), was insbesondere bei Raucherinnen, älteren Frauen oder Personen mit bestehenden Risikofaktoren relevant ist.

⚠️ Wichtig

Bei Anzeichen einer Thrombose – wie plötzlichen Schmerzen oder Schwellungen in einem Bein, Brustschmerzen oder Atemnot – ist sofort ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und die Einnahme zu unterbrechen.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Monostep kann mit verschiedenen anderen Arzneimitteln wechselwirken. Bestimmte Medikamente können die Wirkung der Pille abschwächen, darunter:

  • Einige Antiepileptika (z. B. Carbamazepin, Phenytoin)
  • Bestimmte Antibiotika und Antimykotika
  • Johanniskrautpräparate (Hypericum perforatum)
  • Bestimmte HIV-Medikamente

Monostep darf nicht angewendet werden bei bekannten oder früheren Thrombosen, bestimmten Herzerkrankungen, schwerem Bluthochdruck, hormonabhängigen Tumoren, Lebererkrankungen sowie während der Stillzeit. Auch Raucherinnen über 35 Jahre sollten das erhöhte Risiko ärztlich besprechen.

ℹ️ Hinweis

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Präparate, die Sie einnehmen, um mögliche Wechselwirkungen frühzeitig zu erkennen.

❓ Häufig gestellte Fragen

Bei korrekter und regelmäßiger Einnahme gilt Monostep als sehr zuverlässiges Kontrazeptivum. Der Pearl-Index liegt bei korrekter Anwendung unter 1, was bedeutet, dass weniger als 1 von 100 Frauen pro Jahr ungewollt schwanger wird. Vergessene Einnahmen oder Wechselwirkungen mit anderen Mitteln können die Sicherheit jedoch beeinträchtigen.
Wenn Sie eine Tablette vergessen haben, sollten Sie diese so schnell wie möglich nachholen, sofern noch nicht mehr als 12 Stunden vergangen sind. Bei einer Verspätung von mehr als 12 Stunden gelten besondere Regeln, die in der Packungsbeilage beschrieben sind. In solchen Fällen ist unter Umständen für 7 weitere Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich.
Nein, Monostep schützt ausschließlich vor einer ungewollten Schwangerschaft, nicht jedoch vor sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV, Chlamydien oder Gonorrhoe. Für den Schutz vor solchen Infektionen ist zusätzlich die Verwendung von Kondomen erforderlich.
Die Anwendung von Monostep ist während der Stillzeit in der Regel nicht empfohlen, da die enthaltenen Hormone in die Muttermilch übergehen können. Stillenden Frauen werden üblicherweise Alternativen wie reine Gestagen-Präparate empfohlen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über geeignete Verhütungsmethoden in der Stillzeit.
Wenn Monostep am ersten Tag der Regelblutung begonnen wird, ist der Schutz vor einer Schwangerschaft sofort gegeben. Beginnt man die Einnahme später im Zyklus, ist in der Regel für die ersten 7 Tage eine zusätzliche Verhütungsmethode erforderlich. Die genauen Empfehlungen sind der Packungsbeilage zu entnehmen und sollten ärztlich besprochen werden.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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