Preterax ist ein verschreibungspflichtiges Kombinationspräparat, das zur Behandlung von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) bei Erwachsenen eingesetzt wird. Es vereint zwei bewährte Wirkstoffe aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen in einer Tablette. Die Anwendung sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Was ist Preterax?
Preterax gehört zu den antihypertensiven Kombinationspräparaten und wird zur Senkung eines erhöhten Blutdrucks verwendet. Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Verordnung hin angewendet werden. Es ist in zwei Dosisstärken erhältlich: 2 mg/0,625 mg und 4 mg/1,25 mg. Die geeignete Dosisstärke wird vom behandelnden Arzt individuell festgelegt.
Wirkstoff & Wirkweise
Preterax enthält die beiden Wirkstoffe Perindopril und Indapamid, die auf unterschiedliche Weise blutdrucksenkend wirken und sich in ihrer Wirkung ergänzen:
- Perindopril ist ein ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer). Es hemmt die Bildung von Angiotensin II, einem körpereigenen Stoff, der die Blutgefäße verengt. Durch diese Hemmung werden die Blutgefäße erweitert und der Blutdruck gesenkt.
- Indapamid ist ein Thiazid-ähnliches Diuretikum (harntreibendes Mittel). Es fördert die Ausscheidung von Wasser und Natrium über die Nieren, was das Blutvolumen reduziert und so ebenfalls zur Blutdrucksenkung beiträgt.
Die Kombination beider Wirkstoffe kann bei manchen Patienten einen stärkeren blutdrucksenkenden Effekt erzielen als jeder Wirkstoff allein.
Die genaue Wirkweise und die individuelle Eignung von Preterax für Ihre Situation sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen. Selbstmedikation ist bei diesem verschreibungspflichtigen Arzneimittel nicht möglich.
Anwendung & Dosierung
Preterax wird in der Regel einmal täglich, vorzugsweise morgens vor einer Mahlzeit, eingenommen. Die Tablette wird mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) im Ganzen geschluckt. Die Dosierung richtet sich nach der ärztlichen Verordnung und dem individuellen Blutdruckprofil des Patienten.
- Übliche Startdosis: 1 Tablette Preterax 2 mg/0,625 mg täglich
- Bei Bedarf kann der Arzt auf die höhere Dosisstärke 4 mg/1,25 mg wechseln
- Die Einnahme sollte regelmäßig zur gleichen Tageszeit erfolgen
- Tabletten nicht zerkauen oder teilen, sofern keine anderslautende ärztliche Empfehlung vorliegt
Setzen Sie Preterax niemals eigenmächtig ab. Eine plötzliche Unterbrechung der Therapie kann zu einem unerwünschten Blutdruckanstieg führen. Sprechen Sie Änderungen der Dosierung oder ein Absetzen immer mit Ihrem Arzt ab.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Preterax Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. Häufig berichtete Nebenwirkungen umfassen:
- Trockener Reizhusten (typisch für ACE-Hemmer)
- Schwindel oder Benommenheit, insbesondere zu Beginn der Behandlung
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit oder allgemeines Schwächegefühl
- Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
- Muskelkrämpfe durch veränderte Elektrolytkonzentrationen (insbesondere Kalium)
In seltenen Fällen kann ein Angioödem (Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen) auftreten. Dies ist ein medizinischer Notfall, der sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.
Bei Auftreten von Schwellungen im Gesichts- oder Rachenbereich, starkem Blutdruckabfall oder Zeichen einer Nierenfunktionsstörung suchen Sie umgehend einen Arzt auf oder rufen Sie den Notruf (112).
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Preterax kann mit einer Reihe anderer Arzneimittel wechselwirken. Informieren Sie Ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel. Wichtige Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
- Kaliumsparenden Diuretika oder Kaliumpräparaten (Gefahr der Hyperkaliämie)
- Lithium (erhöhte Lithiumspiegel möglich)
- Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen (abgeschwächte Blutdrucksenkung, erhöhtes Nierenrisiko)
- Anderen blutdrucksenkenden Mitteln (verstärkte Wirkung)
Preterax ist unter anderem kontraindiziert bei:
- Bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Perindopril, Indapamid, anderen ACE-Hemmern oder Sulfonamiden
- Angioödem in der Vorgeschichte (nach ACE-Hemmer-Einnahme)
- Schwerer Niereninsuffizienz oder Dialysepflichtigkeit
- Schwangerschaft (insbesondere ab dem zweiten Trimester) und Stillzeit
- Schwerer Leberinsuffizienz oder hepatischer Enzephalopathie
Diese Informationen ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Lesen Sie vor der Anwendung stets den Beipackzettel und klären Sie alle Fragen mit medizinischem Fachpersonal.