Siofor ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus eingesetzt wird. Es gehört zur Gruppe der oralen Antidiabetika und enthält den Wirkstoff Metformin. Die folgenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Was ist Siofor?
Siofor ist ein Tablettenpräparat, das zur Senkung erhöhter Blutzuckerwerte bei Erwachsenen und teilweise auch bei Kindern ab zehn Jahren mit Typ-2-Diabetes angewendet wird. Häufig kommt es zum Einsatz, wenn allein durch Ernährungsumstellung und vermehrte körperliche Bewegung keine ausreichende Blutzuckereinstellung erreicht werden konnte. Es kann allein oder in Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Medikamenten verordnet werden.
Ob und in welcher Dosierung Siofor für Sie geeignet ist, entscheidet stets Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf Grundlage einer individuellen Untersuchung.
Wirkstoff & Wirkweise
Der enthaltene Wirkstoff Metformin zählt zur Gruppe der Biguanide. Er beeinflusst den Zuckerstoffwechsel an mehreren Stellen, ohne die körpereigene Insulinausschüttung anzuregen.
- Verringerung der Zuckerneubildung in der Leber.
- Verbesserung der Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin.
- Verzögerung der Zuckeraufnahme aus dem Darm.
Da Metformin die Insulinproduktion nicht steigert, ist das Risiko einer Unterzuckerung bei alleiniger Anwendung im Vergleich zu manchen anderen Antidiabetika geringer.
Anwendung & Dosierung
Die Dosierung wird individuell von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt festgelegt und richtet sich nach Ihren Blutzuckerwerten und Ihrem Allgemeinzustand. Üblicherweise wird die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und schrittweise erhöht, um die Verträglichkeit im Magen-Darm-Bereich zu verbessern.
- Die Tabletten werden in der Regel während oder nach den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
- Übliche Wirkstärken sind 500 mg, 850 mg und 1000 mg.
- Die Einnahme erfolgt meist auf zwei bis drei Tagesdosen verteilt.
Ändern Sie die Dosierung niemals eigenständig und setzen Sie das Medikament nicht ohne Rücksprache ab. Halten Sie sich genau an die ärztlichen Anweisungen und den Beipackzettel.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Siofor Nebenwirkungen verursachen, die nicht bei jedem auftreten müssen. Besonders zu Behandlungsbeginn sind Magen-Darm-Beschwerden möglich, die sich häufig im Verlauf bessern.
- Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Appetitverlust.
- Häufig: metallischer Geschmack im Mund.
- Selten: Hautreaktionen sowie Veränderungen der Leberwerte.
- Sehr selten, aber ernst: Laktatazidose (Übersäuerung des Blutes).
Bei Symptomen wie Muskelschmerzen, starker Müdigkeit, Atemnot, Übelkeit oder Bauchschmerzen suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf, da dies Anzeichen einer Laktatazidose sein können.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Siofor kann mit anderen Arzneimitteln und Substanzen in Wechselwirkung treten. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Mittel, die Sie einnehmen.
- Alkohol kann das Risiko einer Laktatazidose erhöhen und sollte vermieden werden.
- Bestimmte Entwässerungsmittel, Kortison und blutdrucksenkende Mittel können die Blutzuckereinstellung beeinflussen.
- Bei Untersuchungen mit jodhaltigen Kontrastmitteln muss die Einnahme gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden.
Nicht angewendet werden darf Siofor unter anderem bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, akuten Erkrankungen mit Flüssigkeitsmangel sowie bei einer bestehenden Übersäuerung des Blutes. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung nur nach ärztlicher Abwägung möglich.
Eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion und der Blutzuckerwerte ist während der Behandlung wichtig. Lassen Sie sich hierzu ärztlich beraten.