Soolantra ist eine verschreibungspflichtige Creme, die zur Behandlung von entzündlichen Hautveränderungen im Rahmen einer Rosacea eingesetzt wird. Sie enthält den Wirkstoff Ivermectin und wird ausschließlich auf die betroffenen Hautstellen im Gesicht aufgetragen. Ob dieses Präparat für Sie geeignet ist, sollte stets im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung geklärt werden.
Was ist Soolantra?
Soolantra ist ein topisches Arzneimittel in Form einer Creme mit einer Wirkstoffkonzentration von 10 mg Ivermectin pro Gramm (1 %). Es ist zugelassen zur Behandlung der papulopustulösen Rosacea bei Erwachsenen, also einer Form der Rosacea, die mit entzündlichen Knötchen (Papeln) und Eiterbläschen (Pusteln) im Gesicht einhergeht.
Rosacea ist eine chronische, in Schüben verlaufende Hauterkrankung, die vor allem die Gesichtsmitte betrifft. Soolantra kann einen Teil dieser Beschwerden adressieren, ist jedoch kein Mittel gegen alle Erscheinungsformen der Erkrankung.
Soolantra ist verschreibungspflichtig. Die Diagnose Rosacea sowie die Auswahl einer geeigneten Behandlung gehören in ärztliche Hände, da andere Hauterkrankungen ähnliche Symptome verursachen können.
Wirkstoff & Wirkweise
Der Wirkstoff Ivermectin gehört zur Gruppe der Avermectine. Ihm werden zwei Eigenschaften zugeschrieben, die für die Behandlung der Rosacea relevant sind: eine entzündungshemmende Komponente sowie eine Wirkung gegen bestimmte Hautmilben (Demodex), die bei Menschen mit Rosacea häufig in erhöhter Zahl vorkommen.
Die genauen Mechanismen, die bei Rosacea eine Rolle spielen, sind nicht abschließend geklärt. Die Kombination aus antientzündlicher und milbenreduzierender Wirkung gilt als möglicher Erklärungsansatz für die beobachteten Effekte auf entzündliche Läsionen.
Anwendung & Dosierung
Die Creme wird üblicherweise einmal täglich über den gesamten Behandlungszeitraum angewendet. Beachten Sie dabei die individuellen Vorgaben Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes sowie die Angaben in der Packungsbeilage.
- Reinigen und trocknen Sie die Haut vor dem Auftragen.
- Tragen Sie eine erbsengroße Menge auf jede betroffene Gesichtsregion (Stirn, Kinn, Nase, jede Wange) auf.
- Verteilen Sie die Creme dünn und gleichmäßig, lassen Sie dabei Augen, Lippen und Schleimhäute aus.
- Waschen Sie sich nach dem Auftragen die Hände.
Eine Besserung tritt in der Regel nicht sofort ein. Häufig wird die Anwendung über mehrere Wochen fortgesetzt. Zeigt sich nach einigen Wochen keine Besserung, sollte die Fortführung der Behandlung ärztlich überprüft werden.
Vermeiden Sie den Kontakt mit den Augen, Lippen und Schleimhäuten. Bei versehentlichem Augenkontakt spülen Sie gründlich mit Wasser. Setzen Sie die Anwendung nicht ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eigenständig fort oder ab.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Soolantra Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Mögliche Reaktionen betreffen vor allem die Haut an der Auftragungsstelle.
- Brennen, Reizung oder Juckreiz der Haut
- Trockene Haut
- Rötungen
Diese Beschwerden sind meist leicht ausgeprägt. Sollten Hautreaktionen anhalten, sich verschlimmern oder Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion auftreten, suchen Sie ärztlichen Rat. Eine vollständige Auflistung der möglichen Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Soolantra darf nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Ivermectin oder einen der sonstigen Bestandteile der Creme.
Da der Wirkstoff lokal angewendet wird, sind relevante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln nach derzeitigem Kenntnisstand begrenzt. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt dennoch über alle Mittel, die Sie anwenden, einschließlich weiterer Cremes, Reinigungsprodukte und Kosmetika für das Gesicht.
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung erfolgen. Besprechen Sie eine bestehende oder geplante Schwangerschaft vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Die hier zusammengestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit medizinischem Fachpersonal. Anwendung, Dosierung und Dauer der Behandlung sind individuell ärztlich abzuklären.