Erektionsstörung

Spedra Avanafil

Spedra Avanafil
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameSpedra
Wirkstoff (INN)Avanafil
DarreichungsformTabletten
AnwendungsgebietErektile Dysfunktion bei erwachsenen Männern
KategorieErektionsstörung

Einleitung

Spedra mit dem Wirkstoff Avanafil ist ein modernes Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern. Als neuester Vertreter der PDE-5-Hemmer zeichnet sich Spedra durch einen schnellen Wirkungseintritt und eine gute Verträglichkeit aus. Das verschreibungspflichtige Medikament hat sich als effektive Alternative zu anderen Potenzmitteln etabliert.

Was ist Spedra Avanafil?

Spedra ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Avanafil enthält und zur Gruppe der Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer) gehört. Es wurde speziell für die Behandlung der erektilen Dysfunktion entwickelt und ist seit 2013 in Europa zugelassen. Der Wirkstoff Avanafil wurde von der japanischen Firma Mitsubishi Tanabe Pharma entwickelt und zeichnet sich durch seine hohe Selektivität für das PDE-5-Enzym aus.

Spedra ist als Filmtabletten in verschiedenen Dosierungen erhältlich und wird oral eingenommen. Das Medikament wirkt nur bei sexueller Stimulation und führt nicht automatisch zu einer Erektion. Es verbessert die natürliche Erektionsreaktion, indem es die Durchblutung des Penis verstärkt.

Wirkungsweise

Die Wirkungsweise von Spedra Avanafil beruht auf der selektiven Hemmung des Enzyms Phosphodiesterase Typ 5 (PDE-5). Dieses Enzym ist für den Abbau von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP) verantwortlich, einem wichtigen Botenstoff bei der Entstehung einer Erektion.

Bei sexueller Erregung wird in den Schwellkörpern des Penis Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt, das zur Bildung von cGMP führt. Dieser Botenstoff entspannt die glatten Muskeln in den Blutgefäßen des Penis und ermöglicht einen verstärkten Bluteinstrom, wodurch eine Erektion entsteht. Das PDE-5-Enzym baut cGMP ab und beendet damit die Erektion.

Durch die Hemmung von PDE-5 verlängert Avanafil die Wirkung von cGMP und unterstützt damit eine festere und länger anhaltende Erektion. Die besondere Selektivität von Avanafil für PDE-5 gegenüber anderen Phosphodiesterasen führt zu weniger Nebenwirkungen im Vergleich zu älteren Wirkstoffen dieser Gruppe.

Anwendungsgebiete

Spedra Avanafil ist ausschließlich zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern zugelassen. Die erektile Dysfunktion, auch Impotenz genannt, ist definiert als die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Das Medikament eignet sich für Männer verschiedener Altersgruppen, die unter dieser Funktionsstörung leiden, unabhängig von der zugrundeliegenden Ursache. Dies können psychische Faktoren wie Stress oder Angst sein, aber auch körperliche Ursachen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder neurologische Störungen.

Spedra wird auch bei Patienten eingesetzt, die andere PDE-5-Hemmer nicht vertragen haben oder bei denen diese nicht ausreichend gewirkt haben. Die schnelle Wirkung macht es besonders geeignet für spontane sexuelle Aktivitäten.

Dosierung

Die Dosierung von Spedra Avanafil sollte individuell angepasst werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die empfohlenen Dosierungen:

Dosierung Anwendung Zeitpunkt der Einnahme Maximale Häufigkeit
100 mg Startdosis für die meisten Patienten 15-30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr Einmal täglich
200 mg Bei unzureichender Wirkung der 100 mg Dosis 15-30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr Einmal täglich
50 mg Bei erhöhter Nebenwirkungsneigung 15-30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr Einmal täglich
ℹ️ Hinweis

Die Tabletten sollten mit einem Glas Wasser eingenommen werden und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Alkohol und fettreiche Mahlzeiten können die Wirkung beeinträchtigen.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Spedra Avanafil Nebenwirkungen verursachen. Diese sind meist mild bis mäßig ausgeprägt und vorübergehend. Die häufigsten Nebenwirkungen umfassen:

Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 100 Patienten):

  • Kopfschmerzen
  • Gesichtsrötung (Flush)
  • Verstopfte Nase
  • Rückenschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100 Patienten):

  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Herzrasen
  • Bluthochdruck oder niedriger Blutdruck
  • Übelkeit
  • Hitzegefühl
  • Muskelschmerzen

Seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen:

  • Plötzlicher Sehverlust
  • Plötzlicher Hörverlust
  • Schmerzhafte, länger als 4 Stunden anhaltende Erektion (Priapismus)
  • Schwere Herz-Kreislauf-Reaktionen
⚠️ Warnung

Bei anhaltenden Erektionen über 4 Stunden oder plötzlichen Seh- oder Hörstörungen ist sofort ein Arzt aufzusuchen!

Wechselwirkungen

Spedra Avanafil kann mit verschiedenen anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten, was zu verstärkten Nebenwirkungen oder verminderter Wirksamkeit führen kann.

Gefährliche Wechselwirkungen:

Die gleichzeitige Einnahme von Spedra mit nitrathaltigen Medikamenten (wie Nitroglycerin) ist streng verboten, da dies zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall führen kann. Dies gilt auch für Poppers (Amylnitrit), die als Rauschmittel verwendet werden.

Weitere wichtige Wechselwirkungen:

  • Andere PDE-5-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden
  • Bestimmte Pilzmittel (Ketoconazol, Itraconazol) können die Wirkung verstärken
  • HIV-Proteasehemmer können die Avanafil-Konzentration erhöhen
  • Alpha-Blocker können zu verstärktem Blutdruckabfall führen
  • Rifampicin kann die Wirkung von Avanafil abschwächen
ℹ️ Hinweis

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.

Gegenanzeigen

Spedra Avanafil darf nicht eingenommen werden bei:

  • Bekannter Überempfindlichkeit gegen Avanafil oder einen anderen Bestandteil
  • Gleichzeitiger Einnahme von Nitraten oder NO-Donatoren
  • Schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankung (z.B. instabile Angina pectoris)
  • Schwerer Herzinsuffizienz
  • Schwerem Leberschaden
  • Schwerer Niereninsuffizienz mit Dialysepflicht
  • Kürzlich erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt (innerhalb der letzten 6 Monate)
  • Unkontrolliertem hohen oder niedrigen Blutdruck
  • Bestimmten Augenkrankheiten (z.B. Retinitis pigmentosa)

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Anatomischen Penisveränderungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Aktiven Magengeschwüren
  • Gleichzeitiger Einnahme von Alpha-Blockern
⚠️ Medizinischer Hinweis

Diese Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Konsultieren Sie vor der Einnahme von Spedra Avanafil immer einen Arzt, um mögliche Risiken zu besprechen und die richtige Dosierung zu bestimmen.

❓ Häufig gestellte Fragen

Spedra mit dem Wirkstoff Avanafil gehört zu den am schnellsten wirkenden PDE-5-Hemmern. Die Wirkung kann bereits nach 15-30 Minuten einsetzen, während andere Medikamente dieser Klasse oft 30-60 Minuten benötigen. Die maximale Wirkung wird nach etwa 30-45 Minuten erreicht.
Die Wirkdauer von Spedra beträgt etwa 4-6 Stunden. In dieser Zeit kann es bei sexueller Stimulation zu einer Erektion kommen. Die Wirkung klingt danach allmählich ab. Eine erneute Einnahme sollte frühestens nach 24 Stunden erfolgen.
Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Spedra wird nicht empfohlen. Alkohol kann die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen und das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel oder Blutdruckabfall erhöhen. Falls Sie Alkohol trinken, sollten Sie dies in Maßen tun.
Spedra ist in den Dosierungen 50 mg, 100 mg und 200 mg erhältlich. Die empfohlene Anfangsdosis beträgt meist 100 mg, die etwa 30 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen wird. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann Ihr Arzt die Dosis auf 50 mg reduzieren oder auf 200 mg erhöhen.
Die häufigsten Nebenwirkungen von Spedra sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, verstopfte Nase und Rückenschmerzen. Seltener können Schwindel, Übelkeit oder Sehstörungen auftreten. Bei schwerwiegenden Nebenwirkungen wie anhaltenden Erektionen über 4 Stunden oder plötzlichem Sehverlust sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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