Telfast ist ein Antiallergikum, das den Wirkstoff Fexofenadin enthält. Es wird zur Linderung von Beschwerden eingesetzt, die durch allergische Reaktionen entstehen, etwa bei Heuschnupfen oder chronischer Nesselsucht. Die folgenden Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen nicht das Gespräch mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
Was ist Telfast?
Telfast gehört zur Gruppe der Antihistaminika der zweiten Generation. Diese Arzneimittel werden verwendet, um typische Allergiesymptome wie Niesen, Juckreiz, tränende Augen oder eine laufende Nase zu reduzieren. Telfast ist in unterschiedlichen Stärken erhältlich, die je nach Beschwerdebild verordnet werden.
Ob Telfast für Sie geeignet ist und welche Stärke infrage kommt, sollte stets ärztlich abgeklärt werden. Lesen Sie zusätzlich die Packungsbeilage.
Wirkstoff & Wirkweise
Der Wirkstoff Fexofenadin ist ein selektiver Antagonist der Histamin-H1-Rezeptoren. Bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper den Botenstoff Histamin aus, der für viele typische Symptome verantwortlich ist. Fexofenadin blockiert die Andockstellen für Histamin und kann so die allergiebedingten Beschwerden abmildern.
Im Vergleich zu älteren Antihistaminika gelangt Fexofenadin nur in geringem Maße ins zentrale Nervensystem. Dadurch ist die müde machende Wirkung in der Regel weniger ausgeprägt. Wie der Einzelne darauf reagiert, kann jedoch unterschiedlich sein.
Anwendung & Dosierung
Telfast wird üblicherweise als Filmtablette eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach der Art der Beschwerden und dem Alter:
- Bei allergischem Schnupfen kommt häufig die Stärke mit 120 mg zum Einsatz.
- Bei chronischer Nesselsucht wird oft die Stärke mit 180 mg verwendet.
- Die Tablette wird meist einmal täglich mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen.
Die genaue Dosierung und Anwendungsdauer legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Halten Sie sich an die Angaben in der Packungsbeilage und nehmen Sie nicht mehr als die empfohlene Menge ein.
Nehmen Sie Telfast nicht zusammen mit fruchtsäurehaltigen Säften wie Apfel-, Orangen- oder Grapefruitsaft ein, da diese die Aufnahme des Wirkstoffs verringern können. Wasser ist zur Einnahme geeignet.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Telfast Nebenwirkungen hervorrufen, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit oder Müdigkeit
- Schwindel
- Übelkeit
- Mundtrockenheit
Selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich etwa durch Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht oder Atembeschwerden zeigen. Treten solche Symptome auf, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine vollständige Auflistung möglicher Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Telfast kann mit anderen Arzneimitteln in Wechselwirkung treten. Besonders relevant sind:
- Antazida, die Aluminium oder Magnesium enthalten, können die Aufnahme von Fexofenadin verringern. Zwischen den Einnahmen sollte daher ein zeitlicher Abstand liegen.
- Bestimmte Arzneimittel wie Erythromycin oder Ketoconazol können den Wirkstoffspiegel beeinflussen.
Telfast sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Fexofenadin oder einen der sonstigen Bestandteile. Während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist besondere Vorsicht geboten. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Lassen Sie die Anwendung von Telfast immer ärztlich oder durch Ihre Apotheke abklären, insbesondere wenn Sie weitere Erkrankungen haben oder andere Arzneimittel einnehmen.