Yiznell ist ein orales Kontrazeptivum, das zur Verhütung einer ungewollten Schwangerschaft eingesetzt wird. Es handelt sich um eine sogenannte Kombinationspille, die zwei synthetische Hormone enthält. Die Anwendung sollte stets in Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen, da individuelle Risikofaktoren berücksichtigt werden müssen.
Was ist Yiznell?
Yiznell ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der kombinierten oralen Kontrazeptiva. Es wird zur Verhütung von Schwangerschaften eingesetzt und gehört zu den am häufigsten verwendeten Methoden der hormonalen Geburtenkontrolle. Die Tabletten enthalten zwei Wirkstoffe, die gemeinsam auf den weiblichen Zyklus einwirken.
Wirkstoff & Wirkweise
Yiznell enthält die beiden synthetischen Hormone Ethinylestradiol (ein Östrogen) und Levonorgestrel (ein Gestagen). Diese Kombination entfaltet ihre verhütende Wirkung auf mehreren Ebenen:
- Hemmung des Eisprungs (Ovulationshemmung): Die Hormone unterdrücken die Ausschüttung von LH und FSH aus der Hirnanhangsdrüse, sodass kein Eisprung stattfindet.
- Veränderung des Zervixschleims: Der Schleim im Gebärmutterhals wird zähflüssiger, was das Eindringen von Spermien erschwert.
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Die Schleimhaut wird so verändert, dass sich eine befruchtete Eizelle schlechter einnisten kann.
Durch das Zusammenspiel dieser Mechanismen bietet Yiznell bei korrekter Anwendung eine zuverlässige Verhütungswirkung.
Anwendung & Dosierung
Yiznell wird in der Regel einmal täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen. Die genaue Einnahmeregel (21-Tage-Schema mit anschließender Pause oder 28-Tage-Schema mit Placebotabletten) entnehmen Sie bitte dem Beipackzettel und besprechen Sie diese mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
- Die Tablette wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt.
- Die Einnahme sollte täglich möglichst zur gleichen Uhrzeit erfolgen.
- Bei Vergessen einer Tablette gelten besondere Regeln – diese sind im Beipackzettel beschrieben.
- Bei Erbrechen oder schwerem Durchfall innerhalb von 3–4 Stunden nach der Einnahme kann die Wirksamkeit beeinträchtigt sein.
Die Erstanwendung von Yiznell sollte immer ärztlich begleitet werden. Individuelle Faktoren wie Vorerkrankungen, Medikamente und Lebensgewohnheiten beeinflussen, ob dieses Präparat für Sie geeignet ist.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Yiznell Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei allen Anwenderinnen auftreten. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:
- Häufig: Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, verminderter Sexualtrieb, Zwischenblutungen
- Gelegentlich: Gewichtsveränderungen, Migräne, Flüssigkeitseinlagerungen, Hautveränderungen
- Selten, aber ernst: Erhöhtes Risiko für Thrombosen (Blutgerinnsel), Embolien sowie Herz-Kreislauf-Ereignisse
Bei plötzlichen starken Schmerzen in Brust oder Beinen, Atemnot, Sehstörungen oder anhaltenden Kopfschmerzen sollten Sie sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Diese Symptome können Anzeichen einer schwerwiegenden Komplikation sein.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Yiznell sollte nicht angewendet werden, wenn folgende Bedingungen vorliegen:
- Bekannte oder frühere Thrombosen oder Thromboembolien
- Schwere Leber- oder Herzerkrankungen
- Hormonabhängige Tumorerkrankungen (z. B. Brustkrebs)
- Bestehende oder vermutete Schwangerschaft
- Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe
Bestimmte Arzneimittel können die Wirksamkeit von Yiznell herabsetzen oder selbst in ihrer Wirkung beeinflusst werden. Dazu gehören unter anderem manche Antibiotika, Antiepileptika, HIV-Medikamente sowie pflanzliche Präparate wie Johanniskraut. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle eingenommenen Medikamente, einschließlich rezeptfreier Produkte und Nahrungsergänzungsmittel.
Yiznell schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen. Zur Vorbeugung von STIs ist die zusätzliche Verwendung von Kondomen empfehlenswert.