Cefixim ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine der dritten Generation. Es wird ärztlich bei verschiedenen bakteriellen Infektionen eingesetzt, unter anderem im Zusammenhang mit bestimmten Geschlechtskrankheiten wie der unkomplizierten Gonorrhö (Tripper). Die folgenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Ob Cefixim für Sie geeignet ist und in welcher Dosierung es angewendet werden sollte, kann nur ärztlich beurteilt werden. Eine eigenmächtige Einnahme von Antibiotika ist nicht empfehlenswert.
Was ist Cefixim?
Cefixim gehört zu den sogenannten Breitband-Antibiotika und wird zur Behandlung von Infektionen eingesetzt, die durch dafür empfindliche Bakterien verursacht werden. Typische Anwendungsgebiete sind unter anderem Infektionen der Atemwege, der Harnwege sowie bestimmte sexuell übertragbare Infektionen. Das Medikament ist in der Regel als Filmtablette oder als Suspension zum Einnehmen erhältlich.
Im Bereich der Geschlechtskrankheiten kann Cefixim bei der unkomplizierten Gonorrhö in Betracht gezogen werden. Aufgrund zunehmender Antibiotikaresistenzen richten sich die aktuellen Behandlungsempfehlungen jedoch häufig nach regionalen Leitlinien, sodass die Wahl des Wirkstoffs immer ärztlich getroffen werden muss.
Wirkstoff & Wirkweise
Der Wirkstoff Cefixim hemmt den Aufbau der Zellwand von Bakterien. Ohne eine stabile Zellwand können sich die Bakterien nicht weiter vermehren und gehen zugrunde. Cefixim wirkt dabei gegen ein breites Spektrum verschiedener Bakterienarten, jedoch nicht gegen alle Erreger gleichermaßen.
Da Antibiotika ausschließlich gegen Bakterien wirken, sind sie bei Infektionen durch Viren – etwa bei einer klassischen Erkältung oder Grippe – wirkungslos. Vor einer Behandlung kann ärztlich geprüft werden, welcher Erreger vorliegt und ob dieser auf Cefixim anspricht.
Anwendung & Dosierung
Cefixim wird üblicherweise als Tablette eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten. Die genaue Dosierung und Dauer der Behandlung legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt individuell fest – abhängig von Art und Schwere der Infektion sowie von Ihrem Körpergewicht und Ihrer Nierenfunktion.
- Die Einnahme sollte regelmäßig und zu möglichst gleichbleibenden Zeiten erfolgen.
- Beenden Sie die Behandlung nicht eigenmächtig vorzeitig, auch wenn die Beschwerden bereits abklingen.
- Eine vergessene Dosis sollte nicht durch eine doppelte Dosis ersetzt werden.
Halten Sie sich genau an die ärztlichen Vorgaben. Ein vorzeitiges Absetzen oder eine zu niedrige Dosierung kann die Wirksamkeit beeinträchtigen und die Entstehung resistenter Bakterien begünstigen.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Cefixim Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jeder Person auftreten. Zu den häufiger beobachteten Beschwerden zählen:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit oder Bauchschmerzen
- Kopfschmerzen oder Schwindel
- Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
Selten kann es zu schwerwiegenderen Reaktionen kommen, etwa zu allergischen Reaktionen oder anhaltendem, schwerem Durchfall. Suchen Sie in solchen Fällen ärztlichen Rat. Eine vollständige Auflistung möglicher Nebenwirkungen finden Sie in der Packungsbeilage.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Cefixim sollte nicht angewendet werden bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Cefixim, andere Cephalosporine oder verwandte Bestandteile. Auch eine Allergie gegen Penicilline sollte ärztlich berücksichtigt werden, da Kreuzreaktionen möglich sind.
Wechselwirkungen können unter anderem mit folgenden Stoffen auftreten:
- Bestimmte blutverdünnende Medikamente
- Andere Antibiotika oder Arzneimittel, die die Nierenfunktion beeinflussen
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, einschließlich rezeptfreier Präparate und Nahrungsergänzungsmittel. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung besonders sorgfältig ärztlich abgewogen werden.
Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit ist eine ärztliche Untersuchung wichtig. Gegebenenfalls sollten auch Sexualpartnerinnen und -partner mituntersucht und behandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden.