Ibuflam ist ein in Deutschland weit verbreitetes Schmerz- und Fiebermittel mit dem Wirkstoff Ibuprofen. Es wird bei verschiedenen Schmerzzuständen sowie zur Senkung von Fieber eingesetzt. Die folgenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht die Beratung durch eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke. Die Anwendung sollte stets ärztlich abgeklärt werden.
Was ist Ibuflam?
Ibuflam gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es zählt zu den am häufigsten verwendeten rezeptfreien Schmerzmitteln, ist in höheren Dosierungen jedoch verschreibungspflichtig. Ibuflam ist in unterschiedlichen Darreichungsformen und Stärken erhältlich, darunter Filmtabletten, Saft für Kinder sowie schnell wirksame Formulierungen.
Rezeptfreie Präparate sind in der Regel für die kurzfristige Selbstbehandlung gedacht. Bei länger anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Wirkstoff & Wirkweise
Der enthaltene Wirkstoff Ibuprofen hemmt körpereigene Enzyme, die sogenannten Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2). Diese Enzyme sind an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt – Botenstoffen, die bei Entzündungen, Schmerzen und Fieber eine zentrale Rolle spielen.
Durch die Hemmung der Prostaglandinbildung wirkt Ibuprofen auf drei Ebenen:
- schmerzlindernd (analgetisch)
- entzündungshemmend (antiphlogistisch)
- fiebersenkend (antipyretisch)
Die Wirkung setzt meist innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein.
Anwendung & Dosierung
Ibuflam wird üblicherweise bei leichten bis mäßig starken Schmerzen sowie bei Fieber angewendet. Typische Anwendungsgebiete sind Kopf- und Zahnschmerzen, Regelschmerzen, Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie fieberhafte Erkältungen.
Die geeignete Dosierung richtet sich nach Alter, Körpergewicht und Beschwerdebild. Allgemeine Hinweise:
- Die niedrigste wirksame Dosis sollte über den kürzest möglichen Zeitraum eingenommen werden.
- Zwischen den Einnahmen sollte ein ausreichender Abstand eingehalten werden.
- Die Tageshöchstdosis darf nicht überschritten werden.
- Die Einnahme erfolgt am besten mit ausreichend Flüssigkeit.
Nehmen Sie Ibuflam ohne ärztlichen Rat nicht länger als wenige Tage ein. Bei anhaltenden Schmerzen, hohem oder langanhaltendem Fieber sowie bei unklaren Beschwerden suchen Sie bitte ärztliche Hilfe auf. Beachten Sie stets die Angaben in der Packungsbeilage.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann Ibuflam Nebenwirkungen verursachen. Diese treten nicht bei jeder Person auf, sind aber zu beachten. Häufiger berichtet werden:
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall
- Magenschleimhautreizungen bis hin zu Geschwüren oder Blutungen
- Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit
- Hautreaktionen wie Ausschlag oder Juckreiz
Seltener können Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, allergische Reaktionen oder Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System auftreten. Bei Anzeichen schwerer Reaktionen wie Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder schwarzem Stuhl sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Ibuprofen kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Mögliche Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
- blutverdünnenden Mitteln (z. B. Gerinnungshemmern)
- anderen NSAR oder Acetylsalicylsäure
- bestimmten Blutdruckmitteln und entwässernden Arzneimitteln
- Kortikosteroiden und bestimmten Antidepressiva
Ibuflam sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen, bei bestehenden oder wiederkehrenden Magen-Darm-Geschwüren, schweren Leber-, Nieren- oder Herzerkrankungen sowie im letzten Drittel der Schwangerschaft.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, sowie über bestehende Erkrankungen. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist die Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache zulässig.
Die hier genannten Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine individuelle Beurteilung der Eignung von Ibuflam ist nur durch medizinisches Fachpersonal möglich.