Migräne

Maxalt: Wirkstoff, Anwendung und Nebenwirkungen bei Migräne

Maxalt Originalverpackung
💊 Medikamenten-Steckbrief
HandelsnameMaxalt
Wirkstoff (INN)Rizatriptan
Darreichungsform5 mg und 10 mg (Tabletten und Schmelztabletten)
AnwendungsgebietAkutbehandlung der Kopfschmerzphase bei Migräneanfällen mit oder ohne Aura
KategorieMigräne

Maxalt ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das zur akuten Behandlung von Migräneanfällen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Rizatriptan und gehört zur Gruppe der sogenannten Triptane. Die folgenden Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen nicht das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Was ist Maxalt?

Maxalt wird zur Behandlung der Kopfschmerzphase eines Migräneanfalls mit oder ohne Aura bei Erwachsenen angewendet. Es ist kein Schmerzmittel im klassischen Sinne und nicht zur Vorbeugung von Migräne geeignet. Das Präparat ist als herkömmliche Tablette sowie als Schmelztablette (Lyotablette) erhältlich, die ohne Wasser eingenommen werden kann.

ℹ️ Hinweis

Maxalt behandelt einen bereits eingetretenen Migräneanfall. Ob das Präparat für Sie geeignet ist, sollte ärztlich abgeklärt werden.

Wirkstoff & Wirkweise

Der Wirkstoff Rizatriptan ist ein selektiver Agonist an bestimmten Serotonin-Rezeptoren (5-HT1B/1D). Während eines Migräneanfalls kommt es zu einer Erweiterung von Blutgefäßen im Gehirn sowie zur Freisetzung entzündungsfördernder Botenstoffe. Rizatriptan wirkt verengend auf die erweiterten Blutgefäße und kann die Freisetzung dieser Botenstoffe dämpfen.

Auf diese Weise kann Rizatriptan zur Linderung der typischen Migränesymptome beitragen, darunter pulsierende Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein.

Anwendung & Dosierung

Maxalt wird angewendet, sobald sich die Kopfschmerzphase eines Migräneanfalls bemerkbar macht. Die genaue Dosierung legt stets die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Allgemein gelten folgende Hinweise:

  • Üblich ist eine Einzeldosis von 10 mg; in bestimmten Fällen kann 5 mg verordnet werden.
  • Kehrt der Kopfschmerz zurück, kann nach frühestens zwei Stunden eine weitere Dosis erfolgen.
  • Innerhalb von 24 Stunden sollte eine ärztlich festgelegte Höchstmenge nicht überschritten werden.
  • Bleibt die Wirkung der ersten Dosis aus, sollte für denselben Anfall keine zweite Dosis genommen werden.
  • Die Schmelztablette wird auf die Zunge gelegt und löst sich dort auf; sie kann ohne Flüssigkeit eingenommen werden.
⚠️ Wichtig

Ein häufiger oder dauerhafter Gebrauch von Schmerz- und Migränemitteln kann zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen. Besprechen Sie die Häufigkeit Ihrer Migräneanfälle mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Maxalt Nebenwirkungen verursachen, die nicht bei jedem auftreten. Häufig berichtete unerwünschte Wirkungen sind:

  • Schwindel, Schläfrigkeit und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Mundtrockenheit
  • ein Gefühl von Wärme, Engegefühl oder Druck (auch im Bereich von Brust oder Hals)
  • Herzklopfen

Seltener können unter anderem Geschmacksveränderungen, Hautausschlag oder Kribbeln auftreten. Treten Brustschmerzen, anhaltende Engegefühle oder Anzeichen einer allergischen Reaktion auf, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Wechselwirkungen & Gegenanzeigen

Maxalt darf nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sowie in bestimmten Situationen nicht angewendet werden, etwa bei unbehandeltem Bluthochdruck, bekannter koronarer Herzkrankheit, nach Herzinfarkt oder Schlaganfall sowie bei schweren Durchblutungsstörungen.

Wechselwirkungen können unter anderem auftreten mit:

  • MAO-Hemmern (eine gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden)
  • anderen Triptanen oder Mutterkornalkaloiden (Ergotamin)
  • bestimmten Antidepressiva (SSRI, SNRI) – mögliches Risiko eines Serotonin-Syndroms
  • Propranolol, das die Konzentration von Rizatriptan beeinflussen kann
⚠️ Wichtig

Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen, sowie über bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Die Anwendung von Maxalt ist grundsätzlich ärztlich abzuklären. Bei Unsicherheiten zu Dosierung, Verträglichkeit oder möglichen Wechselwirkungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

❓ Häufig gestellte Fragen

Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb von etwa 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein. Die individuelle Wirkung kann jedoch variieren. Bleibt eine spürbare Linderung aus, sollte für denselben Anfall keine zweite Dosis genommen werden.
Nein, Maxalt ist ausschließlich zur akuten Behandlung eines bereits eingetretenen Migräneanfalls vorgesehen. Zur Vorbeugung von Migräne ist es nicht geeignet. Für eine vorbeugende Behandlung sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Kehrt der Kopfschmerz zurück, kann frühestens zwei Stunden nach der ersten Dosis eine weitere Dosis erfolgen. Eine ärztlich festgelegte Höchstmenge innerhalb von 24 Stunden darf nicht überschritten werden. Die genauen Vorgaben legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest.
Die Schmelztablette (Lyotablette) löst sich auf der Zunge auf und kann ohne Wasser eingenommen werden. Dies kann hilfreich sein, wenn keine Flüssigkeit verfügbar ist oder Übelkeit besteht. In der Wirkstoffmenge entsprechen sich beide Darreichungsformen.
Es können Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern, anderen Triptanen, Ergotamin sowie bestimmten Antidepressiva auftreten. Informieren Sie daher Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, bevor Sie Maxalt anwenden.
⚠️ Medizinischer Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keinen Arztbesuch und keine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor der Einnahme von Medikamenten immer mit einem Arzt oder Apotheker.

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