Voltaren Emulgel ist ein bekanntes topisches Arzneimittel, das lokal auf der Haut aufgetragen wird und zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Bereich des Bewegungsapparats eingesetzt wird. Der enthaltene Wirkstoff Diclofenac gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Ob und wie Voltaren Emulgel für Sie geeignet ist, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Was ist Voltaren Emulgel?
Voltaren Emulgel ist ein transparentes, wasserbasiertes Gel zur äußerlichen Anwendung. Es wird bei lokalen Schmerzen und Entzündungen angewendet, die durch Verletzungen oder Erkrankungen des Bewegungsapparats entstehen können. Dazu zählen unter anderem Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen sowie Beschwerden durch Weichteilrheumatismus. Das Gel ist so formuliert, dass es leicht in die Haut einzieht und einen kühlenden Effekt beim Auftragen erzeugt.
Voltaren Emulgel ist ein Arzneimittel. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage sorgfältig und sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke.
Wirkstoff & Wirkweise
Der Wirkstoff in Voltaren Emulgel ist Diclofenac-Diethylamin in einer Konzentration von 1,16 %, was 1 % Diclofenac-Natrium entspricht. Diclofenac gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Es hemmt das Enzym Cyclooxygenase (COX), das an der Synthese von Prostaglandinen beteiligt ist. Prostaglandine sind körpereigene Botenstoffe, die Schmerz- und Entzündungsreaktionen im Gewebe vermitteln. Durch die Hemmung ihrer Produktion kann Diclofenac lokal entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.
Bei topischer Anwendung wird der Wirkstoff durch die Haut in das darunter liegende Gewebe aufgenommen. Die systemische Aufnahme in den Blutkreislauf ist im Vergleich zu oral eingenommenen NSAR deutlich geringer, jedoch nicht vollständig ausgeschlossen.
Anwendung & Dosierung
Voltaren Emulgel wird äußerlich auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Die empfohlene Vorgehensweise ist in der Packungsbeilage und von der behandelnden Ärztin oder dem Arzt zu erfragen. Allgemeine Hinweise zur Anwendung:
- Das Gel wird in der Regel 3- bis 4-mal täglich auf die schmerzende Stelle aufgetragen.
- Eine erbsengroße bis kirschgroße Menge (ca. 2–4 g Gel) wird sanft in die Haut einmassiert.
- Die Behandlungsdauer sollte ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als 2 Wochen betragen.
- Nach dem Auftragen sollten die Hände gründlich gewaschen werden, sofern nicht die Hände selbst behandelt werden.
- Das Gel darf nicht auf offene Wunden, Schleimhäute oder in die Augen gelangen.
Übersteigen Sie nicht die empfohlene Tagesdosis und wenden Sie das Gel nicht unter luftundurchlässigen Verbänden an. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn sich Ihre Beschwerden nicht bessern oder verschlimmern.
Nebenwirkungen
Wie alle Arzneimittel kann auch Voltaren Emulgel Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Häufig berichtete Nebenwirkungen betreffen die Haut an der Auftragsstelle:
- Hautreizungen, Rötungen oder Juckreiz
- Brennendes Gefühl oder Trockenheit der Haut
- Kontaktdermatitis (Überempfindlichkeitsreaktion der Haut)
Selten können allergische Reaktionen auftreten, darunter Hautausschlag, Urtikaria oder in sehr seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen. Systemische Nebenwirkungen (wie bei oraler Einnahme von NSAR) sind bei topischer Anwendung weniger häufig, aber nicht vollständig ausgeschlossen. Treten unerwünschte Wirkungen auf, sollte die Anwendung unterbrochen und ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wechselwirkungen & Gegenanzeigen
Voltaren Emulgel sollte nicht angewendet werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Diclofenac, anderen NSAR oder einem der sonstigen Bestandteile
- bekannter Aspirin-Überempfindlichkeit (Aspirin-Asthma-Syndrom)
- im dritten Trimenon der Schwangerschaft
- Kindern unter 14 Jahren (ohne ausdrückliche ärztliche Empfehlung)
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bei topischer Anwendung weniger ausgeprägt als bei systemischer Einnahme, können jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über alle Medikamente, die Sie einnehmen oder äußerlich anwenden. Besondere Vorsicht ist bei gleichzeitiger Einnahme anderer NSAR oder bei Erkrankungen der Nieren, Leber oder des Herzens geboten.
Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung durch medizinisches Fachpersonal. Lassen Sie Ihre Beschwerden und die geeignete Behandlung stets von einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke abklären.